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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 209

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Industriebewegung [Nachricht]
Date
1933-05-01
Page
Seite 209 (sequence 2)
Language
German
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statt mit Gas erwärmt, aufgestellt. Auch, in der Seidenweberei Sachs werden solche Maschinen benützt werden. Diese hat eben auch eine Spinnerei mit 2000 Spindeln eingerichtet. Sie wird 76 Webstühle bis Ende des Sommers in Betrieb jhaben. Die Pläne für Gründung einer Papierfabrik sind von Fachleuten ausgearbeitet worden. Es sollen auch schon die Maschinen für die Fabrik in Palästina eingetroffen sein. Eine Bierbrauerei mit 20.000 hl Jahresproduktion und Hefeerzeugung wird durch eine Gruppe von polnischen Juden zu errichten beabsichtigt. In der abgelaufenen Saison erzeugte Orangeinkisten im Lande: Juden 800.000}, Araber 200.000. „Nesqher" setzte den Preis für Zement auf 200 Müs per Tonne herab. Große Ziegelei bei Haifa. Eine große Ziegelei soll mit dem Kostenaufwand von 200.000 Mark sechs Kilometer von Haifa errichtet werden. Aktien zu 20 Pfund sind bei der A. P. B., Haifa erhältlich. Bedarfsdeckung durch Landesindustrien. Die heimische Industrie deckt bereits die Nachfrage im Lande in folgenden Artikeln: Seife, Gel, Wein, Zigaretten, Salz, Zündhölzchen, Schokolade, Zement, ferner den größten Teil des Bedarfes in Mehl, Biskuits, Lederwaren, Schuhen, Möbeln, Ziegeln, Steinfließen, Kunstmarmor, Eisen- und Kupf ergeräten, Automobilteilen u. a. m. Die Aussichten der Metallindustrie. Im Jahre 1931 wurden — abgesehen von Maschinen — Metallwarqn im Werte von 750.000 Pfund nach Palästina eingeführt, das waren über 13 o/o der Gesamteinfuhr, nach Syrien solche im Werte von 1,227.000 Pfund, naeji Aegypten 5,337.000 pal. Pfund. Die Entwicklung der Industrie in Palästina ist begünstigt durch a) den Mangel von Einkommen- und Umsatzsteuern, b) dem billigen elektrischen Strom, c) die Zollfreiheit für Rohstoffe und Brennstoffe, d) das Vorhandensein jüdischer Facharbeiter, e) der geographischen Lage des Landes. Dr. Alfred Marcus schreibt in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 26 über Stahlerzeugung. In dieser bildet der Schrott (Alteisen) ein wichtiges Rohprodukt. Italien z. B. erzeugt Stahl nur aus zum größten Teil importierten Schrott. Da in Palästina 1926/28 jährlich ca. 20.000 Tonnen Eiseninvestitionen vorgenommen wurden, in den weiteren Jahren noch mehr, andererseits für den Verschleiß der Maschinen 6—12 Jahre gerechnet werden, so könnte schon aus dem palästinensischen Schrott Material für einen Siemens - Martin - Ofen von 5—10 Tonnen gewonnen werden, der den Spitzenstrom des Elektrizitätswerkes benützen und durch seine Nebenbetriebe für die palästinenjsiscjie Wirtschaft Die Regierung für die Konserven-Industrie. Wir haben in Nr. 12/1932 )den Bericht des Ausschusses der Ptegierujng wegejn den Aussichten der Konservenindustrie mitgeteilt. Auf Grund desselben wind sich ein Sachverständiger der englischen Regierung, Mr. First, nach Palästina begeben, um alle einschlägigen Fragen zu prüfen. HANDEL UND KONSUM. Haushaltkosten. Ueber Anfrage teilten der Zeitschrift „Erez Israel" palästinensische Hausfrauen die derzeitigen Kosten für die Nahrungsmittel mit. Die Preise sind in Mil =1/1000 Pfund.

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