Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1933)
- Article
- Die Stadtplanung [Nachricht]
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 206 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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vorher aufgestellten Stadtplan hat sich sehr fühlbar gemacht. Der schließlich von Geddes 1929 entworfene Plan ist nur zum Teil befolgt worden, indem an der Küste ein Streifen am Yarkonufer unbebaut blieb und bei den Häusern Plätze für Gärten reserviert blieben. 1931 wfttrde der Geddesplan erweitert, der hoffentlich eingehalten werden wird. Darin ist ein Verkehrsnetz vorgesehen, das erlaubt, die Stadt in die ländliche Umgebung auszudehnen bis zum Audja im Norden und den Wadi Musrara im Osten. Besondere Zonen sind für die Industrie bestimmt, und zwar: die Flächen südlich von Rechow Hajam zwischen Jaffa und Tel-Aviv, und im Osten der Stadt; jene in der Nähe von Schchunath Harakeveth und Neveh Schaanen. Ferner sind Gartenanlagen vorgesehen, darunter ein Park von 40 Dunam zwischen Bezalel und Karmelstraße, Gan Meir (Dizengoff). Der Badestrand wird sich auf die ganze Länge der Küste erstrecken, störende Bauten und Fabriken wären zu verlegen. Die Gemeinde wird in diesem Jahre das Straßennetz neuerlich erweitern,, sechs neue Schulgebäude zum Baiiwert von 50.000 Pfund errichten, wahrscheinlich ein neues Ralthaus bauen und das städtische Spital erweitern. Es ist zu erwairten, daß die Regierung einen Beitrag zu einem neuen Postgebäüde geben wird, das dringend nötig ist (siehe unten). Eine Kanalisation wird erwogen, deren Kosten 200.000 Pfund betragen würden. Bautätigkeit. Wir haben in Nr. 1/2, S. 57 die Ziffern der Bautätigkeit in den letzten Jahren mitgeteilt. Das Amtsblatt der Stadt (Nr. 6) enthält eine genaue Spezifikation. Die Zahl der Häuser war Ende 1932 4472 (davon 443 im Jahre 1932 gebaut) mit 28.269 Zimmern. Die Gemeinde weist darauf hin, daß genügend Wohnräume für die Bevölkerung vorhanden sind, weshalb die Mietsteigerungen nicht begründet wären. Die Mieter verlangen gegen diese einen gesetzlichen Schutz. Die Gemeinde teilt mit, daß sie das Problem der Erbauung billiger Wohnungen lösen wird, wozu sie 5000 Pfund bereitgestellt hat. Inzwischen erschien eine RegierungsVerordnung, wonach die alten Mietkontrakte bis Mai verlängert werden. Von 1923 bis 1932 sind 3,3 Millionen Pfund in Bauten investiert worden. Au Straßenlänge waren 1922 5549 m, Ende 1932 38.547 m mit 222.357 m2 Fläche vorhanden. Im ersten Viertel 1933 wurden gebaut (Vorjahrsziffern in Klammer): Zimmer 1551 (582), Läden 54 (55) auf einer Fläche von 53.261 m2 (23.554 m2). Im April wurden 192 Baubewilligungen erteilt, darunter für 66 Neubaruten — davon 13 dreistöckig. Das Borochow-Viertel soll von einer englischen Gruppe einen Kredit von 10.000 Pfund zum Bau von 40 neuen Häusern erhalten. Vorsorge für neue Hotels. Der immer stärker werdende Fremdenstrom macht die Vorsorge für die Errichtung neuer Hotels nötig. Die Stadtgemeinde ist bereit, Grundstücke zu besonders günstigen Bedingungen dazu zur Verfügung zu stellen, falls die Zimmerpreise der städtischen Kontrolle unterstellt! werden. Budget. Im Finanzjahr 1932/33 nahm die Gemeinde statt 125.000 Pfund wie präliminiert, 135.000 Pfund ein. Die Subvention der Regierung betrug 9000 Pfund. Für 1933/34 wurden 167.000 Pfund Ausgaben präliminiert. Die Einnahmen werden mit 151.000 pal. Pfund veranschlagt. Um das Defizit auszugleichen, sollen einige Steuern erhöht und die Werte der Immobilien neu eingeschätzt werden. Außerdem soll eine Anleihe von 100.000 Pfund aufge-