Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1933)
- Article
- Die Orangensaison [Nachricht]
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 199 (sequence 2)
- Language
- German
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organisiert, Auswahl und Verpackung lassen zu wünschen übrig, die Trans^ portmittel sind unmodern, namentlich gilt das für die Schiffe, das Ausgebot) ist nicht organisiert, so daß manche Märkte überschwemmt werden, die Früchte aus jüngeren Gärten schädigen den Ruf unfd die Preise. Weltkrise», Valutabestimmungen usw. beschränken die Fortschritte im Konsum. Für die neue Ernte, die viel größer sein wird, als die diesjährige, muß alles mögliche getan werden, um sie richtig vorzubereiten. Neue Märkte, wie Kanada, das den Zoll aufgehoben hat) und Rußland, sind gewonnen. Ein Komitee ist eingesetzt worden, um nochmals mit der Regierung wiegen der Anwendung der englischen Vorzugszölle auf Palästina zu verhandeln. Wichtig ist auch, daß der deutsche Markt in Zukunft nicht verloren geht. Notwendig ist es vor allem, alle jüdischen Pardessim zusammenzuschließen. Es bedarf Verordnungen, daß nur einwandfreie Früchte versendet werden, damit der Ruf der Jaffa-Orange nicht geschädigt werde. — Ueber dasselbe Thema schrieb J. Rockach von „Pardess" im „Dawar": Zypern und Aegypten sind neue Konkurrenten geworden, ersteres hat 15.000 Kisten exportiert und zahlt in England keinen Zoll. Nötig wäre die Herabsetzung der Produktionskosten. Jene des Transportes werden durch den Bestand des neuen Hafens verbilligt. Autotransport ermäßigt die Zufuhjn gegenüber dem Kameltransport, die Schiffsfrachten sind um 12 Mil per Kiste herabgedrückt worden. Die Kistenintdustrie entwickelt sich, sie gibt den Lieferanten von Eukalyptusholz guten Verdienst. Es fehlt an natürlichem Dünger. Schafzucht und Milchwirtschaft im Emek und in Galiläa sollten daher von den Pflanzern gefördert werden. Auch die Indienststellung eigener Schiffe sollte ins Auge gefaßt werden. Die emporgetriebenen Preise für Pflanzungsboden sollten von Unternehmern nicht bezahlt werden, sie sind so hoch, daß: eine Rentabilität der betreffenden Pflanzung nicht zu erwarten ist. — Wie aus den statistischen Nachrichten ersichtlich, sind in dieser Saison 35 Prozent des Exportes (Vorjahr 20 Prozent) über Haifa gegangen. Infolge des windstillen Wetters sind in dieser Saison wenig Abfalloraaigen, so daß die Saftindustrie Mangel an Rohmaterial hat. Eine neue Orangensortiermaschine von sehr großer Leistungsfähigkeit ist kürzlich aufgestellt worden.. Pardess. Diese älteste und größte Kooperative versendete in der abgelaufenen Saison 900.000 Kisten und zahlte den Pflanzern 5 Shilling per Kiste „am Baum", was ein vorzüglicher Preis ist. Die Finanzierung der Siedlungen des KH. Da das auf 23.000 Pfund reduzierte Budget der JA. keine größeren Zahlungen für Konsolidierung zuläßt, wurden- 40.000 Pfund durejh ein spezielles Darlehen aufgebracht (was die Kreditfähigkeit des KH. beweist) und njur 5.000 Pfund vom Budget genommen, um 7 Moschawim und 6 Kwuzatjh vollkommen zu konsolidieren, d. h. die Ausrüstung zu vollenden. 6 andere Skldlungen wurden mittels des Darlehens von 13.000 Pfund aus der Tischechoslowakei konsolidiert. Es sind diese 19 Siedlungen daher aus dem Budget des KH. ausgeschieden. Die Kontrakte wegen Rückzahlung der Kapitalien seitens der Siedlungen wurden unterzeichnet. „Tnuvah". Diese Kooperative, welche die Produkte aus den Arbeitersiedlungen vertreibt, hatte 5692 einen Umsatz von 176.727 pal. Pfund, davon Müch 112.331, Geflügel und Eier 24.439, Pflanzungsprodukte 16.354, Gemüse 16.600, Honig und Diverses 703. Die Siedlungen, aus denen die Produkte stammen, zählen 10.200 Arbeiter.