Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1933)
- Article
- Zurückweisung von Touristen [Nachricht]
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 198 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Haifa 60 Touristen aus Polen die Landung untersagt. Die JA. hat dagegen Protest erhoben. Im April wurden 122 rumänische Touristen in Haifa zurückgewiesen und 13 in Jaffa. Wie verlautet, werden von manchen Reisebüros Reiseveranstaltungen und Versprechungen an Touristen gemacht, daß sie im Lande werden bleiben können. Natürlich sinkl solche Versprechungen vollkommen wertlos. Anfangs April wurden wieder 46 Juden verhaftet, die versuchten, von Syrien nach Palästina zu kommen. Vier Touristen wurden zu« Gefängnis und Landesverweisung verurteilt, weil sie ohne legale Erlaubnis versucht hatten, sich in Palästina dauernd niederzulassen. (Diese Meldung bedarf 4er Aufklärung. Das Gesetz sieht keine Strafe für illegale Einwanderung vor. Diese Personen müssen daher etwas anderes begangen haben. — Die Red.) Verschiedene Nachrichten. Ende März sind zahlreiche jüdische Flüchtlinge aus Sowjetrußland in Jaffa eingetroffen, darunter vier Familien, die von Palästina nach Biro Bidschan ausgewandert waren. Infolge verschiedener Anfragen teilen wir nachmals die Adresse der Organisation der eingewanderten deutschen Juden „Hitachduth Olej Germania" mit. Allgemeine Anfragen: Sekretariat der H. O. G. Tel-Aviv P. O. B. 226. Anfragen lokaler Natur: Haifa, Georg Herz, Mount Carmel; Jerusalem: Dr. Smoira. Jeder Anfrage sind S 1.50 in Marken beizulegen. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Bodenpreise. Hierüber schreiben „Palestine and Middle East" Nr. 3. In der Zitruszone der Schardn-Ebene sind die Preise für Boden von 12 bis 15 auf 40 bis 50 Pfu*id in den älteren, von 5 auf 15 Pfund in den jüngere« Siedlungen gestiegen. Folgen der Dürre, Wie berichtet, hat auch heuer, wie schon in den zwei vorhergehenden Jahren Dürre geherrscht, die jene jüdischen Kolonien im Emek und in Galiläa, die über keine Bewässerung verfügen, schwer schädigten. Die Spätregen, die in verschiedenen Teilen kies Landes in starken Mengen gekommen sind, haben die Ernteaussic-hten, die während des Winters ungünstig schienen, in einzelnen Gegenden gebessert. Dennocjh wird in den Strichen, die von der Dürre betroffen sind, ein Eingreifen der Regierung zugunsten detf Bauernwirtschaften notwendig sein. Es verlautet jetzt, daß die Behörden in diesem Jahre keine Darlehen geben, sondern statt dessen öffenftäiohe Arbeiten! zur Beschäftigung der bedürftigen LanJdwirte organisieren wollen. Da der Lohn bei Regierungsarbeiten niedrig ist, und nur für ein sehr bescheidenes;' Leben ausreicht, erhebt sich für den Teil jüdischer Wirtschaften, der unter der Dürre leidet (vor allem das Jordantal und der Nurisblock), die Frage, ob diese Art der Regierungshilfe für sie in Betracht kommt. Es haben Verhandlungen zur Klärung dieser Frage eingesetzt. Die Orangensaison. Smilansky .schreibt in Nr. 50 von „Boustn'ai", daß die Ernte (Export 41/2 Millionen Kisten, siehe „Außenhandel") um 1/4e Million Kisten größer gewesen wäre, wenn nicht Frostschäden aufgetreten wären. Die Saison war eine schwere, die Preise im Jänner und Februar waren tiefe. Die englischen Zölle stellen eine empfindliche Belastung dar, es fehlt aulch an Organisation, arabische und jüdische Pflanzer kooperieren nicht nur nicht, sondern konkurrieren miteinander, die Juden sind selbst nicht vollkommen