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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 193

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Der Verkehr über die Häfen [Nachricht]
Date
1933-05-01
Page
Seite 193 (sequence 2)
Language
German
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Durch die Nahschiffahrt könnte der Handel mit Syrien, Aegypten, Cypern von der .heimischen Schiffanrt bestritten werden. Die Entfernungen sind klein, und zwar in Seemeilen (1.85 Kilometer): von Alexandrien nach Jaffa 267, Haifa 169, Port Said nadh Jaffa 133, Haifa 119, von Larnaka 180, resp. 137, von Beirut 120 resp. 72, von Alexandrette 288 resp. 240. Der Handelsverkejhr betrug 1932 mit Syrien 1.4 Mill. Pfund, mit Aegypten 1.3 Mill. Pfund, mit Cypern 7.000 bis 8.000 Pfund. Der Verfasser berechnet die Rentabilität. Eine Gesellschaft für Nahschifffahrt erforderte 100.000 Pfund Kapital. Sie würde fünf kleine Schiffe von 650 bis 1.200 Tonnen einstellen, mit 10 bis 12 Seemeilen Geschwindigkeit, auch für Reiseverkehr eingerichtet, möglichst auch mit Kühlräumen. Der Preis für die Beförderung einer Tonne ist 270 bis 300 Mil. Ein Schiff leistet zirka 5.000 Tonnen im Monat, d. s. 1.350 bis 1.500 Pfund Einnahme. Die Kosten per Monat sind 1.140 Pfund (mit Amortisation und Versicherung). Im Winter sind gewöhnlich die Frachtpreise höher. Man könnte auch Jahresverträge für Transporte mit größeren Handelshäusern und der Post abschließen. Der Orajngentransport über Haifa. J. Rokach schreibt über dieses Thema, daß der neue Hafen in Haifa dem Orangentranßport vorzügliche Bedingungen bietet. Die Eisenbahnen haben alle Anstrengungen gemacht, dem vergrößerten Verkehr zu genügen. Doch fehlt es noch a,n genügendem Rollmaterial, die Züge kommen verspätet an, es mangelt auch an genügend geschlossenen Waggons und an Magazinen in den Stationen, mit Ausnahme von Re^hoboth. Dieser Winter war trocken, aber bei normalem Regenfall würden die Orangen schwer leiden, wenn sie nicht magaziniert werden könnten. Hier müßte Abhilfe geschaffen werden. Im Hafen müßten elektrische Umladevorrichtungen vorhanden sein, um Krane überflüssig zu machen. Ferner müßte ein Lagerschuppen am Kai erbaut werden. Da in Jaffa höchstens 21/2 Millionen Kisten verschifft werden können, die Hälfte von der näcjistjähr igen Ernte, so majcht Haifa diesem Hafen micht nur keine Konkurrenz, sondern ermöglicht überhaupt erst die Verschiffung der ganzen Ernte. (Tatsächlich sind in dieser Saison von den zirka 41/2 Millionen exportierten Orangen auch nur 2.6 Millionen über Jaffa, der Rest über Haifa exportiert worden). Die Eisenbahnen 1932. Wir haben in Nr. 3/4 in einem Artikel von Ingenieur Ettinger die Ziffern des Budgets der Bahnen für 1931 mitgeteilt. Einem Betriebsüberschuß von 94.000 Pfund standen Zahlungen für die Annuität von 153.000 Pfund gegenüber. Im Jahre 1932 war der Betriebsüberschuß etwas größer (in Pfund): Einnahmen (rund) 347.000, Ausgaben (rund) 242.000, Ueberschuß 105.000, demgegenüber die Annuität von 153.000 Pfund steht. Beförderte Passagiere 1.1 Millionen (Vorjahr 1.3). Frachten 1.1 Millionen Tonnen (Vorjahr 1.2). Wie ersichtlich, wurde trotz größerem Verkehr im Lande der Anteil der Eisenbahnen daran kleiner, was auf die Zunahme des Autotransportes zurückzuführen ist. Holländischer Flugverkehr. Die holländische Regierung hat in Jerusalem ein Grundstück erworben, zwecks Errichtung e,ines Flughafens für die zweimal wöchentlich betriebene holländische Linie Amsterdam—Batavia. Telephonverkehr mit Europa und Amerika. Am 7. April ist die Fernsprechleitung mit London, Berlin, Paris, Rom, Wien, am 10. April der Sprech-

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