Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Arbeitslöhne [Nachricht]
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 139 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Täglicher Arbeitslohn in pal. Piaster 0.01 pal. Pfund ]_3^ Arbeitszweig Asiatische Arbeiter Europäische Arbeiter Kinder Frauen Männer Arbeitszeit Frauen Männer Arbeitszeit Landwirtsch. Maschinist -j- — 20—30 — — 30—40 — Pflügen — — 8—12 9—11 — 20—25 Ernte und Drescharb. 4—8 5—8 8—12 — 15 20—25 8—9 Pflanzungsarb. f. ausgelernte Arbeiter -f- — 10—15 8—9 20 * 20—30 8 Weinlese und Olivenernte 44-8 5—8 7—10 8—9 15 17.5—20 8 Orangenpflanzer 6 6—8 8—10 — 15—1717.5—20 Verpackung und Sortiment — — 15—25 8—9 20—25 25—30 8 Milchwirtschaft 5 6—8 8—10 — 15—22 18—22 — Allg. Arbeiten — 5—8 8—10 — 15—2217.5—20 8—9 Die Zahl der Beamten und Angestellten. Angesichts der großen Nachfrage von arbeitslosen jüdischen Angestellten nach Beschäftigung in Palästina muß festgestellt werden, daß die Zahl der Angestelltenposten äußerst gering ist und ein sehr großes Reservoir von Stellensuchenden im Lanjde vorhanden ist. In dem jüngst erschienenen Rechenschaftsbericht der Histadruth werden einige Zahlen darüber gegeben. In Palästina gibt es jüdische Beamte und Angestellte, insgesamt — ohne jene, die bei der Regierung bedienstet sind — zirka 3.300, das ist ungefähr 7 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung. In den Städten Jerusalem, Jaffa, Tel-Aviv, Haifa, gibt es zusammen in den Geschäften nur zirka 900 Angestellte. Arbeitermangel. Infolge der neuerlichen Zunahme der Neuanlagen von Orangengärten herrscht eine starke Nachfrage nach Arbeitern, so daß ein Mangel an Kräften herrscht, was sich sogar auch in den gemischtwirtschaftlichen Betrieben geltend macht. Ab 12. März werden die Rektoren aller hebräischen Schulen Schüler von 16 Jahren aufwärts beurlauben, damit sie als Arbeiter in den Kolonien tätig sein können. Arbeitslosenfonds. Die „Histadruth" beschloss, angesichts der guten Wirtschaftslage einen Arbeitslosenfonds für schlechtere Zeiten zu schaffen. Ruthenberg spendete dafür 100 Pfund. Der Streik bei Froumin beigelegt. Der Streik in der Biskuitfabrik „Froumin" wurde nach einer Dauer von vier Monaten auf folgender Grundlage beigelegt; 1. Froumin erkennt die Histadruth als die Arbeitergewerkschaft an; 2. alle Streikenden werden wieder eingestellt; 3. Froumin verpflichtet sich, in Zukunft mindestens 80 Prozent Arbeiter, die in der Histadruth organisiert sind, zu beschäftigen; 4. von den während des Streiks eingestellten revisionistischen 25 Arbeitern werden nur zehn und diese nur für die Dauer von acht Monaten beschäftigt. Der Streik in der Biskuitfabrik Froumin gab bekanntlich Anlaß zu wiederholten blutigen Zusammenstößen zwischen streikenden Angehörigen der Histadruth und Mitgliedern der revisionistischen Gewerkschaft,