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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 137

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Konferenz der Histadruth [Nachricht]
Date
1933-03-01
Page
Seite 137 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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in den Kolonien. 152.000 Dunam KKL.-Boden wird von jüdischen Arbeiter- Siedlern bearbeitet. In den Plantagen beschäftigen noch immer 30 Prozent aller Gärten arabische Arbeiter. Die Zahl der jüdischejn Arbeiter in den Kolonien ist von 8.000 auf 12.000 gestiegen. In den Resolutionen wurde gefordert, daß die Regierung alle Einwanderungsbescjhränkungen aufhebe und die Kontrolle der Immigration der Jewish Agency übergebe, ferner wurde dagejgen protestiert, daß die Einwanderung der Chaluzim zugunsten jener des Mittelstandes beschränkt wird. Die Chaluzorganisationen der Diaspora werden aufgefordert, Gruppen qualifizierter Arbeiter für Palästina zu organisieren. Es wurde beschlossen, eÜnen Kampf gegen jene auswärtigen Unternehmer zu führen, die» jüdische Arbeiter beschäftigen, ferner eine Propaganda für Tozereth Haarez zu ejntfalten. Schließlich wurde ein Protest gegen die Verfolgungen dejr Zionisten in der Sowjetunion angenommen. Der Exekutive wurde mit 154 Stimmen gegen 32 dos linken Flügels der Poale Zion und des Haschomer Hazair das Vertrauen ausgesprochen. „Nir". Vor Jahren wurde diese Gesellschaft für Kolonisation von Arbeitern geschaffen. (Siehe Aufsatz von Dr. Preuss, Jahr 1927, S. 119.) Kürzlich ist durch das Werk von Preuss über die Arbeiterbewegung in Palästina und einem Artikel von Ettinger näheres über „Nir" bekannt geworden, deren Namen in der Oeffentlichkeit viel genannt wurde, als es sich um die Frage handelte, ob sie die Kontrakte der Arbeitersiedler mit den Fonds mitzeichnen soll. Nach Preuss muß jeder Landarbeiter Mitglied von „Nir" werden. Sie soll die Mittel der Landarbeiter konzentrieren, den obersten Besitz der Arbeiter wirtschaften repräsentieren und die oberste Aufsicht über diese führen. Nach Ettinger sind ihr bisher 53 Wirtschaften unterstellt. Durch Ausgabe von Aktien besitzt sie 7.000 Pfund Eigenkapital. Zusammen mit der Arbeiterbank hat sie begonnen, Arbeiterkorporationen Kredite für Ansiedlung zu geben. Man hofft, daß auch Lehrer, Beamte und Kaufleute usw. Aktien zeichnen werden. Bericht des Arbeiterinnenrates. Dem Jahresbericht entnehmen wir, daß trotz Ausdehnung des Tätigkeitsfeldes die Lage der Arbeiterinnen noch immer schwer ist. Die meisten Einwanderinnen treten den Gruppen (Plugoth) bei, die als solche in den Kolonien arbeiten, Im Jahre 5692 traten 70 Arbeiterinnen in die Ausbildungsfarmen ein, der Rest ging in die Städte.. In den Farmen wurde nach .Einrichtung der Wasserversorgung ein Aufschwung erzielt, die Baumschule erhielt für Setzlinge gute Preise, der Gemüsebau entwickelte sich, einige Dunam wurden mit Zitrus angepflanzt, die Instruktionsarbeit breitete ihr Tätigkeitsfeld aus«. Die Eröffnung der Farm in Ness Zionah (siehe Nr. 5/7, 1932, S. 217) bedeutet einen großen Fortschritt. 40 Arbeiterinnen sind jetzt dort beschäftigt, es können aber bis 200 eingestellt werden. Dem Arbeiterinnenrat unterstehen 5 Säuglingsheime und 4 Kindergärten mit zusammen 200 Kindern. Die Berechtigung der Frauen der Pächter auf KKL.-Boden, den Vertrag mit zu unterzeichnen, wurde vom AC. anerkannt. Wesentliche Hilfe leistete den Arbeiterinnen die „Pioneer Women Organisation" in Amerika.

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