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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Heimindustrie [Nachricht]
Date
1933-03-01
Page
Seite 134 (sequence 1)
Language
German
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134 INDUSTRIE. Heimindustrie. Ueber dieses Thema veröffentlichte der Bürgermeister Diezengoff kürzlich eine Broschüre. Die Schaffung einer solchen ist dringend notwendig zur Ergänzung des minimalen Einkommens weiter Kreise der Bevölkerung. Sicherung gegen Rückschläge, Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für neue Einwanderer usw. Der ungelernte Arbeiter erhält per Monat 6 bis 7 Pfund in den Städten, und 5 bis 6 Pfund in den Kolonien, aber nur bei Vollarbeit, indes diese nicht einmal 1931 unid 1932 erreicht wurde (Durchschnitt 5.6 bis 5.7 statt 6 Wochentagen). Nach Erörterung der Verhältnisse der Heimindustrien in anderen Ländern geht der Autor auf Palästina über. Man muß in den einfachen Zweigen anfangen. Es wären zwei bis drei Erzeugungen aufzunehmen, deren Technik durcji Instruktoren von auswärts Kindern gelehrt werden sollte. Werkzeuge und Rohmaterialien müßten gekauft und an die Heimarbeiter verteilt werden. Das fertige Produkt müßte am nächsten Markt abgesetzt werden. Es ist wenig Geld nötig, wohl aber Initiative, Organisation und Voraussicht. Anfangen könnte man mit: 1. Weben am Holzstuhl. Die meisten Arbeiter tragen durch acht Monate Blusen aus Rohgewebe. Material für solche Artikel wird um 80.000 Pfund eingeführt. Es könnten über 200 Mil in achtstündigen Arbeitstag verdient werden. Tel-Aviv sollte eine Schule einrichten, wo in 7 bis 8 Wochen die nötigen Fertigkeiten erlangt werden könnten. Das erforderliche Kapital für 30 Handstühle und 5 mechanische Stühle wäre 1.000 Pfund, das Nettoeinkommen für diese Stühle 300 Pfund, die Ausgaben für die Schule 675, Defizit 375 Pfund. Dieses Defizit würde aber mit der Zeit verschwinden. 2. Spielzeug. Palästina importiert solches um 7.000 Pfund per Jahr. Die wenigen Spielzeuge, die bisher in Palästina erzeugt werden, sind viel schöner und anziehender, aber nicht teurer als jene von Europa). 3. Verschiedene Artikel, wie Stöcke, Regenschirme, Bürsten, Bänder usw. Viele polnische Juden, die diese Artikel erzeugt haben, leben jetzt in Palästina, die Einfuhr darin beträgt heute zirka 15.000 Pfund, in Syrien 18.000 Pfund, in Aegypten 245.000 Pfund. Dies sind nur Beispiele. Die große Zahl von jemenitischen und orientalischen Juden, deren Standard niedriger ist als jener der europäischen, würide sich mit 100 bis 120 Mil im Tag begnügen, und so ermöglichen, gegen sehr billige Importe wie z. B. die japanischen, zu konkurrieren. Versuche sind schon gemacht worden durch „Schani" (Gründung der Frauenorganisation für Weben, Stricken usw.), ferner durch die „Palestine Company of Home Produce Ltd" (Kapital 3.000 Pfund). Es wäre eine neue Gesellschaft zur Förderung der Heimindustrie mit 3.000 Pfund Kapital zu gründen. Das Rutenherg-Werk. Ing. Rutenberg gibt in „Finanqial News" vom 27 Februar (Palästina-Nummer) einige Daten über die Kraftanlage. Die Station liegt 10 Kilometer südlich des Sees von Tiberias. Durch je einem Damm durch den Jordan und durch den Jarmuk sind zwei Reservoire geschaffen worden mit einer Oberfläche von zirka 2 Millionen Quadratmeter, die miteinander durch einen Kanal von 1.800 Meter verbunden sind. In einem 400 Meter langen Kanal, mit 27 Meter Gefälle wird das Wasser in das Turbinenhaus von Tel Or

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