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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 129

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Kfar Chittin aufgegeben [Nachricht]
Date
1933-03-01
Page
Seite 129 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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glauben, daß eine Neuansiedlung auf Grund von Schafzucht und Käsegewinnung mit nur 2.000 Pfund Aufwand möglich sei, was in Fachkreisen bezweifelt wird. Gefährdete Kolonien. Agr. Sussmann scjxreibt in „Hazioni Haklali", daß in der Kolonie Ruchama (kleine Privatsiedlung südlich von Jaffa 14 Siedler 5.600 Dunam) die Lage sehr schwierig geworden ist, da die Mandelpflanzungen nicht mehr die Kosten tragen. — In Kfar Gideon haben die Siedler, bis auf 11 Familien die Kolonie verlassen. Die Jewish Agency sicherte das Verbleiben von 25 Familien. In Beth Schlomo, einer alten Pioa-Kolonie (gegründet 1889), in der Nähe von Sichron Jacob, verließen viele Siedler die Kolonie, wo nur mehr 12 Familien verblieben. Auch hier sind neben anderen Pflanzungen die Mandeln das Hauptprodukt. Wasserftmde: Arbeiterwirtschaft bei Chedera, 44 Kubikmeter per Stunde; Jarkonia (Jrgun Gidro) bei Ramatajim, 110 Kubikmeter per Stunde. Tnuvah. Der Bericht für 5692 bis Ende September 1932 zeigt eine Zunahme der Verkäufe von nic;ht weniger als 24 Prozent gegen das Vorjahr (180.000 gegen 145.000 Pfund). In Tel-Aviv wurden um 80 Prozent mehr Milch verkauft als im Vorjahr. Die Milohpreise sind etwas gefallen und betragen durchschnittlich 22 Mil (30 Pf.) per Liter, der Butterpreis war durchschnittlich 270 Müs per Kilo (RM 4.40). Insgesamt wurden 3.5 Millionen Liter Milch verkauft, um 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Während in allen Produkten der Absatz gestiegen ist, sank er in Bananen. Kadoorie-Schule. . Die Regierung hat zum Leiter der jüdischen, aus der Kadoorie-Stiftung gebauten landvrirtsQhaftliohen Schule den Agronomen S. Zemach ernannt. Dieser war als Lehrer lange Zeit im Ausland und in Mikweh Israel tätig, zuletzt in der Versuchsstation. Zemach ist auch außerhalb der Fachkreise als vorzüglicher Schriftsteller bekannt. Er verfaßte u. a. auch die eben erschienene ausgezeichnete Schrift des Keren Hajessod „Das jüdische Dorf". Schafzucht Immer mehr Arbeiterkolonien nehmen die Schafzucht auf. Gegenwärtig sind es zehn Siedlungen mit einer Herde von insgesamt 2j000 Stück. Die Gesamtzahl der in allen jüdischen Kolonien vorhandenen Schafe ist 8.000, das sind nur 1 Prozent der Gesamtzahl im Lande. Die Schafzüchter verlangen von der Tnuvah, daß sie gründliche Versuche mit Schafmilchprodukten machen, (Siehe über den Gegenstand den Artikel von Dr. S. Hirsch in dieser Nummer.) Viehzählung 1932. Diese ergab an Stück: Rindvieh 159.600, Schafe 247.700, Ziegen 380.600, Büffel 7.400, Pferde 14.100, Kühe 5.600, Esel 74.200, Kamele 32.300, Geflügel 1,172.000. Der Gesamtwert der Tiere wird auf 4.15 Millionen Pfund geschätzt. Groß ist noch immer der Import von Tieren. Im Jahre 1932 waren es 180.000 Stück im Werte von 1/2 Million Pfund. Die Tierzucht wäre für die jüdischen Kolonien, die heute nur Milchvieh züchten, nicht solches für Fleisch, ein lohnender Zweig. Honigproduktion. Zu der Notiz hierüber in Nr. 12 berichtigen wir, daß es in bezug auf die Bienenzucht heißen soll: Es bedarf keiner (statt „einer") langjährigen Schulung. Verschiedene Nachrichten. Die Regierung läßt 300 Dunam auf den Bergen von Nazareth aufforsten.

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