Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Aufgaben der Orangen-Kooperativen [Nachricht]
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 125 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Markte sein könnte, so würde ein Netz ider kleineren Genossenschaften in jeder Kolonie geschaffen werden, die auf dem Markt als konkurrierende Verkäufer auftreten u,nd die Verwirrung auf diesem vermehren wurden. Jede dieser Kooperativen, insbesondere die länger bestehenden, werden sich bemühen, die besseren Früchte aus älteren Pflanzungen zu sammeln, die anderen werden die jüngeren Früchte nehmen müssen, was sich für sie sehr schlecht auswirken wird, oder diese Früchte werden auf den freien Markt geworfen werden. Um all dies zu vermeiden, müßten drei bis vier große Kooperativen nach den verschiedenen Zonen geschaffen werden, die Hand in Hand miteinander zu arbeiten hätten. Diese Kooperativen müßten die Einheit des Schemas zur Bestimmung der Typen und der Arbeitsmethoden von der Pflücke bis zum Versand aufstellen und ihre Durchführung überwachen, für die jüngeren Früchte niedrigere Preise festsetzen, für sie neue Märkte suchen, für die Früchteindustrie sorgen, so daß die jungen Früchte nicht den guten Konkurrenz machen und ihren Ruf gefährden. Die Kooperativen müßten ein kleines gemeinsames Komitee zwecks Führung des Handels einsetzen. Ein Bund der Genossenschaften müßte neue Märkte aufsuchen, die Propaganda betreiben, Verträge mit den Schiffsagenturen schließen, bestimmte Minimalverkaufspreise festsetzen usw. Gemeinsam mit der Zitrusbörse würde der Bund alle Maßnahmen zur Verbesserung dieses Produktionszweiges treffen. Die Größenklassen der P^rdessim. In „Boustn'ai" wurde eine Petadh Tikwah betreffende Untersuchung darüber von Ben Israel veröffentlicht. Wir entnehmen daraus folgende Zahlen: Größenklasse in Dunam Zahl der Gärten Dunam Prozent der Fläche 1—19 127 1.710 16.8 20—39 107 3.324 32.6 40—49 21 922 9.0 50—59 18 999 9.9 60—99 29 1.523 29.0 100 und darüber 11 1.696 11.0 313 10.174 100.0 Viele Gärten gehören nicht einem, sondern mehreren Besitzern. Die nicht im Einzelbesitz befindlichen, mit den Gärten der Pica und sonstigen Institutionen, umfassen 2.744 Dunam. Restliche 7.430 Dunam sind Einzelbesitz (268 Gärten) und bei diesem macht der Anteil der Gäirten bis 49 D!unam, 70.8 Prozent, davon jene von 20 bis 49 allein 49.6 Prozent aus. Der Mittelbesitz ist daher in dieser Kolonie sehr ausgedehnt, der Großbesitz von Einzelnen (über 50 Dunam) ist aber auch sehr beträchtlich: 2.170 Dunam oder 29.2 Prozent der Fläche der Gärten sind in Einzelbesitz. Die Abfall-Orangen. Von der Gesamternte werden 3 bis 7 Prozent auf Früchte gerechnet, die vom Wind oder wegen Krankheit vom Baume fallen und 13 bis 17 Prozent werden beim Sortieren als für den Export untauglich ausgeschieden. So scheidet ein Fünftel der Ernte für den Export aus. Die aussortierten Früchte werden um 2.7 bis 5 Pfund per Tonne verkauft. Als in Aegypten noch nicht die hohen Zölle galten, wurden sie Sorthin geschickt, damals waren die Preise besser. Bei einer Ernte von 6 Millionen Kasten, wie