Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Rischon le Zion und die Weinindustrie [Nachricht]
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 123 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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gierung könnte durch all diese Maßnahmen die Weinindustrie wieder zu einem gesunden und ausdehnungsfähigen Zweig der Landwirtschaft Palästinas machen. Zu diesem Artikel bemerken wir, daß von den 13.575 Dunam mit Weintrauben bepflanzt 1932: 14.600 Kantar Trauben in die Kellereien geliefert worden sind (gegen 12.500 im Jahre 1931 und 17.500 in 1930). Die Orangenpflanzungen im Jahre 1932. Ueber diesen Gegenstand spricht Direktor Tolkowsky in „Mischar we Taassjah", Nr. 1. Die äußeren Schwierigkeiten waren große: Die Weltkrise schränkte die Kaufkraft einj, die Preise sanken, die Zölle wurden erhöht, insbesondere in England (erst 10 Prozent Wertzoll, dann die Ottawazölle). Trotzdem ging es vorwärts. In Palästina selbst bewirkte dagegen die Weltkrise, daß jüdisches Kapital' dort in Pardessim Anlage suchte und diese sich stark ausdehnten. Die Regierung bemühte sich, die einschlägigen Fragen zu studieren und zu riegeln, errichtete kleine Versuchsstationen, besonders zur Bekämpfung der Krankheiten. Auch die Pflanzer verstärkten ihren Kampf gegen diese, wobei die Versuchsstation der JA. große Hilfe leistete. Die Industrie für Erzeugung der Kisten schreitet vorwärts, von der Regierung wurde eine Erhöhung des Zolles für Bretter verlangt. Die Zitrusbörse: „Jaffa Citrus Exchange" organisierte den Verkauf der Früchte. Sie vereinigt in ihrer Hand 60 Prozent der Exportmenge, sucht neue Märkte auf (z. B. Kanada) und steigert den Absatz in den alten (z. Bi Skandinavien und Baltikum), was wichtig ist, da ja die Produktion nahezu um 1 Million Kosten jedes Jahr steigt. Leider ist die Zollfrage mit England nicht geregelt (siehe darüber den Artikel von Dr. Bileski in Nr. 12). In dieser Saison sind die Preise leider keine guten. Erfahrungsgemäß steigen sie aber mit Fortschreiten der Saison. Die Eröffnung des Hafens von Haifa wird die schon jetzt vor sich gehende Zunahme des Transportes der Orangen über diesen Hafen steigern. Doch hat die Regierung wegen Konkurrenzierung der Bahnen den Lastautos solche Bedingungen gestellt, daß der Transport von den Gärten zu den Stationen und Häfen sich verteuert hat. Im übrigen wird auch die Wirtschaftskrise weichen, die Kaufkraft der Welt zunehmen, und der Absatz der Orangen steigen. Zu diesem Artikel bemerken wir, daß nach vorliegenden Mitteilungen von den Juden im Jahre 1932 29.500 Dunam neu gepflanzt wurden (1926: 5.000; 1927: 5.500; 1928: 8.000; 1929: 5.000; 1930: 14.000; 1931: 6.000). Die Gesamtfläche der jüdischen Gärten ist 94.000 von insgesamt 170.000. Die Zitrusfrajgen auf dem Farmerkongreß. Auf diesem, anfangs Februar unter Vorsitz von M. Smilansky, abgehaltenen Kongreß sprach unter anderen M. Komarow über „Die Weltproduktion von Zitrusfrüchten", Sie beträgt 150 Millionen Kisten und wird bald auf 200 Millionen steigen, zwei Drittel der Produktion wird exportiert. Nur in Palästina wird fast die ganze Ernte exportiert. Man sollte Grapefruit nicht übermäßig anpflanzen. Sie wird noch lange ein Luxusartikel bleiben und es ist eine ernste Konkurrenz von Florida, Texas und Porto Rico vorhanden. Die Aussichten für Orangen sind besser, aber erhöhtes Angebot, Handelsbeschränkungein und hohe Zölle in verschiedenen Ländern sind ernste Hindernisse. Mehr wie je bedürfen die Pflanzer einer starken und einigen Organisation. Es »ei be-