Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Zukunft der Eisenbahnen [Nachricht]
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 121 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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In der Zukunft wird Palästina mit der Eröffnung des Hafens von Haifa J21 und dem Bau der Bahn nacjh Bagdad ein Güterdepotland sein, dessen Hinterland bis nach. Indien reichen wird. Es muß daher eine Verbesserung des Dienstes der Arbeitsbedingungen der Bahnen und ein enger Kontakt mit den Interessen von Handel und Industrie gepflogen werden, die zu hdhe Schuld ist abzubürden. Die Sinai-Linie müßte für das von ihr benützte Material Leihgeld bezahlen. Der Knoteinpunkt muß von Ludd nach Tel-Aviv verlegt werden u. a. m. Diese letztere Maßnahme war sqhon geplant, aber wegen der hohen Kosten, 200.000 Pfund, wurde sie vertagt. Es ist aber nötig, die Hauptstation in den dichtest besiedelten Distrikt zu verlegen. Verlegung der Luftschiff Station. Diese wurde vom Tiberiasee, der sich für das Landen der Flugzeuge als ungeeignet erwiesen hat, naoh Gaza verlegt. Die englisqhe Indien-Fluglinie wird jetzt von Athen nach Alexandrien geführt. Von hier müssen die Passagiere naeji Kairo mit der Bahn fahren und von da geht das Flugzeug über Gaza, Routhba, Bagdad naoh Indien. Zusammenschlüsse. Die vier großen MotortransportgeselLschaften, die den Dienst Jerusalem—Tel-Aviv und Tel-Aviv—Haifa betreiben, haben sioh fusioniert. Die Organisation umfaßt 150 Chauffeure und besitzt 75 große Autobusse und 50 kleinere Wagen. Die jüdiscjhe Motorfahrkooperative umfaßt 15 Gesellschaften mit 457 Mitgliedern. Außerdem werden 60 Nichtmitglieder beschäftigt. Eigenkapital 3.600 Pfund, Umsatz per Monat 13.300 Pfund. Auch die Araber wollen naqh jüdischem Muster eine Kooperative bilden mit einem Dienst von 50 Autobussen zwischen Ludd, Ramleh, Jaffa und Jerusalem. Bau der Eisenbahn Haifa—Bagdad. Arabische Zeitungen behaupten, daß im April mit dem Bau dieser Linie begonnen werden wird. (Bekanntlich ist diese Linie trassiert worden, doch bestehen Bedenken wegen ihrer Rentabilität. Siehe darüber den Artikel von Ing. Hecker, 1931, Nr. 10/11. — Die Red.) WANDERUNG. Erschwerung für bemittelte Einwanderer. Die Regierung hat verordnet, daß bemittelte Einwanderer einen Ausweis darüber vorweisen müssen, daß die Regierungen ihrer Länder die Geldausfuhr gestatten oder daß sie die nach den Vorschriften nötigen Mittel bar besitzen müssen. Der Erlaß betrifft Juden aus* 11 Ländern, in denen scharfe Devisenvorschriften bestehen. Dr. Arlossoff hat dagegen bei der Rjegierung Beschwerde erhoben. Jafhr 1932. Nacji den Daten der Jewish Agency sind 1932: 8.819 Juden eingewandert, wovon 3.359 als Touristen ins Land gekommen waren. 892 Einwanderer, darunter 491 aus Amerika gehörten der Kapital besitzenden Kategorie an, Jänner 1933. In diesem Monat haben 2.249 Juden, darunter 747 Touristen, die Erlaubnis zur Niederlassung erhalten. BEVOELKERUNG. Bevölkerungsstatistik 1932. Juden: geboren 5.281; gestorben 1.746; Uebersejiuß 3.535; Moslem: geboren 34.505; gestorben 18.542; Ueberschuß 15.963.