Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- September [Nachricht]
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 120 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die bedeutende Erhöhung der Einfuhr geht darauf zurück, daß die Iraq Petroleum Co. Güter für ihre Zwecke, für nicht weniger als 376.000 Pfund eingeführt hat. Im September 1932 war auch die Bewegung des Münzaußenhandels eine große. Von Aegypten wurden Münzen für 29.500 Pfund eingeführt, dagegen für 142.500 Pfund ausgeführt, zum großen Teil nach der Schweiz, doch auch nach Frankreich und Italien. Der Rückgang im Export betrifft (in pal. Pfund) hauptsächlich Durrah 11.600; Wassermelonen 3.500; Olivenöl 1.600; Wein 1.200. Gestiegen ist der Export in Waschseife 2.600; Zement 600. Orangenexport. Bis 19. Februar wurden 3,088.000 Kisten verschifft, davon 30 Prozent (Vorjahr 19 Prozent) über Haifa. Grapefruit. Infolge einer Ueberschwemmung des Marktes mit beschädigten Früchten aus Porto Rico und des hohen Zolles, sind die Preise sehr gesunken, sie schwanken zwischen 11 und 17 Shilling. Diese Preise sind aber für Palästina noch immer rentable (siehe Nr. 12, 1932, S. 427). Wie „Hadar" Nr. 1 mitteilt, sind auch die Preise für Grape wieder im Steigen. Zollerhöhung auf Orangen in Rumänien. Der bisherige Zoll von 10 engl, sb wurde auf 12 sh erhöht —- das sind 2/6 sh per Kiste. In Palästina befürchtet man, daß Italien für seine Ausfuhr nach Rumänien die Beibehaltung des alten Zolls durchsetzen wird. Palästina exportierte 1931: 50.000 Kisten nach Rumänien. Die Zölle auf Getreide und Mehl. Wir haben in Nr. 10/11 die gleitende Skala für Getreide und Mehl mitgeteilt. Die Regierung wollte diese für Jänner erhöhen, obzwar keine heimische Aufbringung in dieser Zeit ist. Auf den von uns schon gemeldeten Einspruch der Handelskammern, hat sie den Plan fallen gelassen. VERKEHR. Touristen. November 1932: 3.714 und 3.199 Rückkehrer. Die Zukunft der Eisenbahnen. Einem Artikel von Ing. S. Ettingen vom Technikum Haifa, in „Palestine and Middle East Economic Magazine" Nr. 1, über dieses Thema entnehmen wir, daß die finanziellen Schwierigkeiten daher stammen, daß die ursprüngliche Bewertung der Bahnen zu hoch war; denn die Ablösung und die Neuinvestitionen betrugen nicht weniger als 3 Millionen Pfund, das sind 10.000 per Kilometer, indes heute die modernsten Linien nirgends mehr als 6.000 Pfund pro Kilometer kosten; die Hedjaz-Linie kostete nur 2.200. Wenn man auqh die schmalspurigen Teile berücksichtigt, so sind die palästinensischen Bahnen um das Doppelte an Kapitals aufwand belastet, als es sein sollte. 20 Jahre hindurcji müssen die Bahnen 150.000 Pfund an Annuitäten bezahlen! Im Jahre 1931 wurden 45 Prozent der Einnahmen auf Schuldenzahlungen verwendet. Dabei fielen die Ausgaben, wenn man von der Annuität absieht, ständig. Im Jahre 1931 stanlden Einnahmen von 542.000 Ausgaben von 448.596 pal. Pfund gegenüber, Ueberschuß 94.000 pal. Pfund, welcher genügen würde, um eine normale Annuität zu zahlen. Zugunsten der Schuldenzahlungen müssen notwendige Ausgaben zurückgestellt werden. Obzwar die Juden an den Einnahmen der Eisenbahnen mit 40 bis 50 Prozent beteiligt sind, sind kaum 13 Prozent der Arbeiter Juden.