Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Jewish Agency gegen den French-Bericht [Nachricht]
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 118 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379908-2379911--15107-2397714- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
(siehe Rubrik „Politik") — bekanntlich war der Hauptvorschlag Frenchs eine Beschränkung um Beaufsichtigung des Verkehrs mit Boden — scheint diese, Episode, die mit der Shaw-Kommission begonnen hat, endgültig abgeschlossen. Sokolows Rückreise. Der Präsident der Exekutive der J. A. Sokolow ist am 7. Februar von Palästina abgereist. In Kairo war er von König Fuad empfangen worden, in Rom von Mussolini. Er besichtigte einige jüdische Gemeinden und kehrte sodann nach London zurück. Eine neue Investment Gesellschaft. In London wurde die Palestine Investment Trust Ltd. gegründet, mit dem Zweck, Gelder in die kooperativen Unternehmungen zu investieren. Dem ehrenamtlichen Aufsichtsrat gehört auch Berl Locker von der Exekutive an. Die Investitionen der „Prudentiial". Diese bedeutende Versicherungsgesellschaft, die mit dem KKL. in England einen Begünstigungs vertrag abschloß, hat bisher in Palästina 750.000 Pfund investiert. Illegale Einwanderung. Dr. W. Senator teilt mit, daß die Regierung die syrische Grenze scharf überwachen läßt, da sich eine Praxis der illegalen Einwanderung über diese Grenze entwickelt hat. Zum Teil werden Juden von arabischen Agenten, die versprechen, die Leute auf diesem Weg nach Palästina zu bringen, größere Summen entlocjct. 116 Personen wurden bisher an der Grenze angehalten und zurückgeschickt. Gegen die Bodenspekulation. Durch eine Verlautbarung des Keren Kajemeth wird bekannt, daß ein jüdischer Anwalt aus Kanada, Philipp Joseph, diesen daran gehindert habe, eine große Bodentransaktion abzuschließen. Joseph behauptet, für diese Fläche eine Option für eine amerikanisch-englische Gruppe zu besitzen. Der Keren Kajemeth ersucht, sich mit Joseph in keinerlei Verhandlungen über Bodenkauf einzulassen, bevor nicht die Ansicht des KKL. darüber eingeholt wurde. Jüdische Investitionen 1932. H. Frumkim gab darüber auf der Konferenz der Arbeiterpartei folgende Daten: Investiert wurden 1932: 4 Millionen Pfund Privatkapital, davon 1.35 Millionen in Boden, 1.4 in Neubauten (davon 550.000 Pfund in Tel-Aviv) 0.5 in Bauten und 0.9 in Pflanzungen. Von anderer Seite wird ein Betrag von 31/2 Millionen genannt, und zwar je l1/2 für Bauten und Pflanzungen und 1/2 für Industrie und Transport. Die amerikanische Finanzkrise und der Palästina-Aufbau. Das Verbot der Geldausfuhr in Amerika macht sich bereits empfindlich fühlbar. Viele Amerikaner, die begonnen haben, in Palästina zu bauen, können ihr Geld nicht erhalten. Bei längerem Andauern der Verbote wird die Investition von amerikanischen Geldern in Palästina unmöglich gemacht werden. Die Möglichkeiten der Kapitalsinvestition in der Landwirtschaft. Ueber dieses Thema schreibt Mosche Smilansky in „Boustn'ai", Nr. 46, Es handelt sich nicht um Anlage immer neuer Pardessim, die sich ohnehin zu rasch ausdehnen. Aber es könnten auf andere Weise die im den Banken brachliegenden jüdischen Gelder nutzbringende Verwertung finden. Zunächst könnte 1/2 Million Pfund für Kredite an Orangengartenbesitzer gegeben werden. Solche könnten bis 50 Prozent des Wertes belehnt werden, erststellig, was eine vorzügliche Sicherheit bedeutete. Heute müssen die