Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die neuen Formen der Arbeiter-Ansiedlung auf KKL.-Boden
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 91 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379908-2379911-2397379--15045-2397687- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die neuen Formen der Arbeiter-Ansiedlung auf KKL.-Boden. Von Agr. Joseph Weitz, Jerusalem. Vorbemerkung der R)ed. Wir haben in Nr. 10/11 vfber einen neuen Ansiedlungstyp „Beth Chanan" berichtet, bei welcher die Siedler bloß 17 Dunam erhielten, wo aber doch der völlige Ausbau der Wirtschaft zirka 830 Pfund kosten wird. Nachstehend geben wir einen Auszug aus einer instruktiven Propaganjdaschrift des Forstdirektors des KKL., in welcher er zeigt, daß die Ansiedlung von Arbeitern auf KKL.-Boden mit kleinen Mitteln möglich ist und schon in größerem Maßstabe durchgeführt wurde. . .. Für die Ansiedlungswerber mit kleinem Kapital ist der Betrag, dm sie für den Boden aufwenden müssen, ein «ehr bedeutender Teil ihres Vermögens, den sie dem Betrieb entziehen müßten. Bis 1930 verlangte die Ansiedlung in der Pflanaunjgszone ein Budget von 860 bis 1.000 pal. Pfund für die Errichtung einer Wirtschaft von 17 Dunam. Ein ähnlicher Betrag ist auch heute nötig, um eine vollständige Wirtschaft mit allen Gebäuden, Werkzeugen und Pflanzungen anzulegen, deren Besitzer kein aitfderes Einkommen hat, sony dern der aus dieser Wirtschaft seinen gesamten Lebensunterhalt bezieht. Es geht also ein großer Teil des Betragete auf die Ernährung der Familie des Farmers. Anders liegen die Dinge, wenn der Siedler seinen Lebensunterhalt mit seiner Arbeit bei anderen Kolonisten verdient und außerdem in seiner freien Zeit seine Farm bewirtschaften kann. Ein solcher Siedler baut seine Wirtschaft allmählich und mit kleinen Mitteln auf. Aber wenn es in der früheren Epoche, bis 1930, keine andere Möglichkeit der Anisiekllung gab, als mit dem vollen Budget, das das Kolonisationsinstitut in Form einer Anleihe für die Schaffung der Wirtschaft vom Anfang bis zur Vollendung gewährte, wie z. B. für die Siedlungen in Kfar Malal, Nachlath Jehuda un'd Beth Chanan, so sind heute, dank der Möglichkeit mehr oder weniger fester Beschäftigung in den Pflanzungskolonien und dank der eigenen Mittel, die die landwirtschaftlichen Arbeiter beistellen können, ihre Hoffnungen nicht auf große Anleihen für die Schaffung ihrer vollständigen Wirtschaft gerichtet, denn diese wird allmählich ausgebaut, sondern sie brauchen nichts weiter, als die kleinen Summen für die Errichtung eines Wohnhauses und die Irrigierung eines Teiles ihres Bodens. Vorbedingung ist jedoch, daß der Boden selbst ihnen vom KKL. zur Verfügung gestellt wird. Die drei Zonen im Pflanzungsgebiet. Zu besserem Vergleich wollen wir die Pflanzungszone nach den zu zahlenden Bodenpreisen in drei Abschnitte einteilen: 1.) Rechowoth, Ness Ziona, Rischon 1 e Zion und P e t a e h Tikwa.