Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Lehren der Einwanderung des Jahres 1932
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 76 (sequence 4)
- Language
- German
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52 Prozent Mittel- und Hochschulbildung hatten, waren die entsprechenden Zahlen 1932: 51, resp. 30 Prozent. (Der Rest hatte jeweils Fach- oder häusliche oder gar keine Vorbildung.) Wir sehen älso, daß das Bildungsniveau der Einwanderer gesunken ist, sowohl was die sprachliche, als auöh was die Schulvorbildung betrifft. Diese Tatsache gilt sowohl für die Mitglieder des Hechaluz, als auch für die Nichtmitglieder (im Ganzen waren zirka 60 Prozent Mitglieder des Hechaluz). Die Einwanderung ist also in gewissem Umfange „volkstümlicher", d. h. unvorbereiteter für die speziellen Aufgaben Palästinas geworden. 3. Wie wurden diese Einwanderer in die Arbeit eingegliedert? Die folgende Tabelle gibt darüber Aufschluß: Unterbringung 1930 1931 1932 Stadt 520 26,5o/o 289 32,8o/0 1.772 47,2o/0 Landw. Kolonien 1.241 63,4o/0 489 55,3o/0 1.655 44,1 o/0 Landw. Arb.-Siedl. 196 10,1 o/0 105 11,9o/0 328 8,7o/0 Unbekannt 56 17 183 Die Tabelle zeigt den steigenden Prozentsatz von Einwanderern, die in der Stadt verblieben und nicht in die Kolonien gingen, wo die Arbeitsbedingungen schwieriger, die Notwendigkeit des Zustroms neuer junger Arbeiter aber viel größer ist. Wir haben hier einige für die Arbeitereinwanderung des Jahres 1932 charakteristische Merkmale zusammengestellt, die sich offensichtlich mit den wachsenden Zahlen der Einwanderung des Jahres 1933 noch verstärken werden. Diese Einwanderung wird das Reservoir des „Hechaluz" noch mehr erschöpfen, und damit steht die Chaluzbewegung, die Nachwuchsbewegung der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas, vor schweren und verantwortungsvollen Aufgaben, die sich in Kürze folgendermaßen zusammenfassen lassen: Auch in den kommenden Jahren erfordert das Land in unvermindertem Maße die Einwanderimg organisierter, verantwortungsbewußter „Hechaluz"-gruppen. Es steht heute bereits fest, daß, falls nicht unvorhergesehene Umstände eintreten, im Sommer und Herbst 1933 ca. 45.000 Dunam Pardeß neu bepflanzt werden. Dazu kommt, daß die nächste Orangenernte die diesjährige um fast ein Drittel übersteigen wird. Diese Tatsachen machen es klar, daß im Jahre 1933 ein außerordentlicher Neubedarf von jüdischen Arbeitern erforderlich ist, der selbst nach vorsichtiger Schätzung ca. 5000 Köpfe beträgt. Hiefür, sowie für sonstige Arbeiten, die infolge des großen Arbeitermangels heute für Juden so gut wie verloren gehen