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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 74

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Die Lehren der Einwanderung des Jahres 1932
Date
1933-03-01
Page
Seite 74 (sequence 2)
Language
German
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Wird Palästina imstande sein, den Strom der Einwanderung auch weiter zu absorbieren? Welche sind die möglichen Gefahrenpunkte? Welches sind die Mittel, ihnen zu begegnen? Es ist nötig, die Diskussion, die über diese Probleme (zunächst ohne direkten Zusammenhang mit der Einwanderungsfrage) im Auslande und in Palästina hier und dort eingesetzt hat, aus dem Bereich einer theoretischen Debatte herauszuführen. Diese Debatte ist in einer Reihe von schriftlichen und mündlichen Diskussionen in der letzten Zeit immerhin so weit geführt worden, daß es möglich ist, einige Schlußfolgerungen zu ziehen, auf die weiterhin noch kurz Bezug genommen wird. Zu diesem Zweck ist es nützlich, zu untersuchen, wie geartet die Einwanderung des Jahres 1932 war. Wie und wo hat sie sich eingeordnet? Welche Schlußfolgerungen lassen sich aus dem Prozeß der Absorbierung dieser Einwanderung für die Regelung der Einwanderung in Zukunft ziehen? I. Die Einwanderung des Jahres 1932. Die jüdische Einwanderung nach Palästina setzt sich im großen ganzen aus drei Gruppen zusammen: Kapitalistische Einwanderung (Einwanderer mit mehr als 1.000 Pfund, oder, mit besonderer Erlaubnis der Einwanderungsabteilung, 500 Pfund, Vermögen). Andererseits unbemittelte Einwanderer auf der Grundlage von Zertifikaten. Als solche kommen in erster Reihe die für Palästina ausgebildeten Chaluzim in Betracht. In dritter Reihe stehen Verwandte von in Palästina ansässigen Juden, die über ausreichendes Einkommen verfügen und in kleiner Zahl Handwerker mit geringem Vermögen. Wie man sieht, hat an 'der Einwanderung nach Palästina bisher derjenige Typ. von Juden, der, rein statistisch genommen, die Hauptmasse der "Juden in den Ländern Osteuropas darstellt, der kleine Händler oder Handwerker ohne Vermögen oder mit kleinem Vermögen oder Einkommen bisher nur geringen Anteil an der Einwanderung, und damit im Zusammenhang steht die erneut aufgetauchte Frage, ob bereits die ökonomische Möglichkeit vorhanden ist, diesen Typ, der für das jüdische Volk im Galuth repräsentativ ist, der sich also weder seelisch noch beruflich besonders auf Palästina und seine speziellen Erfordernisse einstellt, die Tore Erez Jisraels zu öffnen, sei es durch zur Verfügungstellung von Zertifikaten, sei es durch dringende Forderung an die Regierung, die Einwanderung auch diesem Typ ohne Beschränkung zu erlauben.

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