Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XVI. Jahrg. März-April 1933 Nr. 3/4 Die Lehren der Einwanderung des Jahres 1932. Von Dr. Walter Preuß, Tel-Aviv. „Nach Mitteilung der jüdischen Wanderungszentrale wanderten nach Palästina im Jahre 1932 12.000 Juden aus, gegenüber 4.000 nach Amerika, 2.500 nach Argentinien und 3.000 nach verschiedenen Ländern in Europa." (Pressenachricht.) Zum zweiten Mal in der Nachkriegsgeschichte steht die Frage der Einwanderung und Siedlung vieler tausender jüdischer Einwanderer in Palästina auf der Tagesordnung als Brennpunkt aller Diskussionen im zionistischen Lager. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die obigen Ziffern der Einwanderung nach Palästina der Wirklichkeit nahe kommen, ja wahrscheinlich um 2.000 bis 2.500 unterschätzt sind, obwohl aus verschiedenen Gründen eine genaue Feststellung der Einwanderungszahlen zurzeit noch nicht möglich istr Zieht man den natürlichen Bevölkerungszuwachs in Betracht, so ist es unzweifelhaft, daß die jüdische Bevölkerung am 1. Jänner 1933 die 200.000er-Grenze bereits überschritten hat. Die Einwanderung im ersten Halbjahr 1933 dürfte sich auf mindestens 8.000 bis 10.000 stellen und es ist anzunehmen, daß die Gesamteinwanderung im Jahre 1933 die des Vorjahres nicht unerheblich übertreffen wird. Dies zur Feststellung der Tatsachen. Aus ihnen ergeben sich eine Reihe von schwerwiegenden Problemen und Fragen, die um so brennender sind, als schon die Erfahrungen des letzten Jahres zeigen, daß die zionistische Bewegung keineswegs allen Eventualitäten gegenüber so gerüstet dasteht, wie es, besonders nach den Erfahrungen von 1925, erforderlich wäre. Vor allem erheben sich die Fragen: