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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
[Rezension] / V. K.
Date
1933-01-01
Page
Seite 68 (sequence 1)
Language
German
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BESPRECHUNGEN. Zwiesprache, von Martin Buber. Schocken,-Verlag, Berlin, 1932, S. 101. — Das kleine, aber gedankenreiche Wterk behandelt in neuer Formung das gleiche Problem wie „Daniel" und „Ich und Du!": das Problem der Wirklichkeit, wie sie in Welt und Mitmensch ujnys. gegenübertritt, damit wir sie unmittelbar erleben und uns zu eigen machen. Nur in solch unmittelbarer Beziehung, in richtiger Zwiesprache;, können wir die Besonderheit von Ding und Mensch wahrhaft erfahren. Das Buich vermittelt uns tiefe Einsichten in die menschliche Wesenheit. Zwei Abschnitte seien besonders hervorgehoben: der psychologisch feine über „Beobachten, Betrachten, Innewerden" sowie der „Vom Denken", in dem der dialogische Ursprung des Denkens dargetan wird'. Bedeutsam in ihrer Aktualität sind die letzten Abschnitte des Werkes, in denen Buber die Schäden der Zivilisation, speziell der; Politik, und ihr Versagen gegenüber den eigentlichen Menschheitsproblemen überzeugend daiv stellt. Nicht durch äußere Aktionen allein kann deri Menschheit geholfen werden; an Stelle der Kollektivität muß Gemeinschaft unjd Gemeinschaftliclikeit treten. Die Welt ist für Buber; nicht bloßes raumzeitliches Kontinuum, in dem strenge Gesetzmäßigkeit und Notwendigkeit herrscht, sondern — trot2j aller erkannten und anerkannten Bedingtheit — ein Reicjh der Freiheit, in dem der Mensch in echtem Dialog, in lebendiger Gegenseitigkeit sein Selbst unid das des anderen erlebt und verwirklicht. V. K. Palestine A Deqade of Development, Edited by Harry Viteies and KhalilTotah. In „The Annais of the American Academy of Political and Social Science", mit einer Karte, Philadelphia 1932, S. 208. — Zum ersten Male ist hier der Versuch gema/cht, Juden una Araber in einein Buche zu Worte kommen zu lassen. Nicht weniger als 21 Abhandlungen über die verschiedenen Probleme des neuen Palästinas sind hier vereinigt, davon fasS die Hälfte von arabischen Autoren. Wir können Raummangels halber hier) nur auf diese eingehen, um so mehr unseren Lesern die von den jüdischen Autoren, von denen die meisten zu unsejren ständigen Mitarbeitern gehören, behandelten Materien bekannt sind. Der Sekretär der arabischen Exekutivel, A u n i B e y, schreibt über die Balfour-Deklaration. Er weist auf die Versprechungen Englands an die Araber währenfd des Krieges hin, das zuge* sagt hätte, einen arabischen Staat mit Einschluß aller aller arabischen Län'dery mit Ausnahme von Hedjaz zu bilden. Ferner behauptet er, daß die Balfour- Erklärung in Widerspruch mit dem Artikel 22 des Völkerbundstatutes sei. Diese Argumentation ist hinreichend bekannt und der Autor zitiert selbst die Einwände Stojanowskys, die er bekämpft. Auni Bey behauptet ferner, daß auch die Machtfülle der Mandatsmacht laut Artikel 1 des Mandats in Widerspruch mit Artikel 22 der Völkerbundstatuten stelle. All diese Streitfragen sind aber viel mehr politischer als juristischer Natur, und ein Mann, wie der Autor, der. nicht nur Jurist ist, sönfdern Inspirator der Politik der arabischen Exekutive, weiß dies sicher sehr gut. Ein anderer ihrer Funktionäre, J e m a 1 Bey H u s s e i n i, schreibt über die vorgeschlagene Konstitution. Er sagt, daß nach e,inem Ausspruch Churchills die Balfourdeklaration die Schaffung einer wirklich demokratischen Verfassung verhindere und wendet sich dagegenl, daß es im Sinne /des Mandatsbegrfffes liegen soll, daß die englische Regierung sowohl der Mandatar, als auch

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