Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1933)
- Article
- Hafenarbeitsgewerkschaft [Nachricht]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379908-2379910--14959-2397241- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 2× ep/1047930
OCR text
Arbeit in den Häfen, da der Seeverkehr infolge der Zunahme der Orangenverschiffungen ständig wächst und durch die Er^ffnjujnjg des neuen Hafens vonj Haifa einen besonderen Aufschwung nehmen wird. Wahlen. Zur Konferenz der Histadruth haben von 29.000 Arbeitern zirka 21.000 an den Wahlen teilgenommen. Die vereinigte jüdische Arbeiterpartei erhielt 80 Prozent der Stimmen. (Siehe Rundschau „Arbeiterbewegung0*) KULTUR. Ch. N. Bialik — 60 Jahre. Zu Ehren des am 8. Jänner stattgehabten 60. Geburtstages Ch. N. Bialiks beschloß der Stadtrat von Haifa eine Straße „Nachmanstraße" zu nennen. In Haifa ist bekanntlich der Stadtrat zur Mehrzahl] nichtjüdisch. Der Stadtrat von Tel-Aviv ernannte Bialik zum Ehrenbürger der Stadt und stiftete zwei Preise zu je 50 Pfund, die jedes Jahr für die beste literarische und beste wissenschaftliche Arbeit in hebräischer Sprache verliehen werden soll. Im ganzen Lande fanden Feiern statt, in Tel-Aviv eine besonders große im Theater. Bialik selbst hatte sich durch Abreise den Ovationen entzogen. Universität. Graduierimgsfeier. Am 23. Dezember fand die zweite Graduierung statt, wobei der Oberkommissär eine? Ansprache hielt und mitteilte, daß im nächsten Jahr eine landwirtschaftliche Fakultät unter Leitung Prof. Dr. Weizmanus erlrichtet werden wird. Kanzler Magnes betonte die Notwendigkeit der Schaffung einer pädagogischen Abteilung. Bibliothek. Diese erhielt die Archive des Hilfskomitees für die Kriegs- und Pogromopfer in der Ukraine, ferner das Archiv des verstorbenen Schrift»- stellers Dineson und den Nachlaß von Dr. S. Poznansky. Publikation. Der Verlag der Universität hat ein reich illustriertes Buch über „Die antike Synagoge bei Beth Alpha" von Prof. Sukenik herausgegeben. Die englische Ausgabe wird von der Oxford-Press ediert werden. ßECHTSLEBEN. Rechtsanwälte. Nach dem Bericht der Regierung an den Völkerbund sind zur Praxis zugelassen worden: Vor Juli 1922: 38 Juden, 85 Nichtjuden. Vom Juli 1922 bis Dezember 1931: Ausländische Advokaten: 47 Juden, 12 Nichtjuden; Inländer: 80 Juden, 36 Nichtjuden. Zusammen: 165 Juden, 133 Nichtjuden. Im Jahre 1931 wurde die Ausübung der Praxis 137 Juden und 93 Nichtjuden gestattet. Von den im Jahre 1931 zugelassenen 17 Advokaten sind 14 aus der Rechts/- anwaltsehule der Regierung hervorgegangen. Für 1931/32 sind 91 Studenten in dieser Schule inskribiert. Kriminalität. Im Bericht der britischen Regierung an die Mandatskommission wird darüber mitgeteilt, daß die Zahl der Morde 1931 nicht weniger als 124 war. In sehr vielen Fällen wurde der Täter nicht festgestellt. Vor der Mandatskommission sagte der Oberkommissär, daß die Zahl der Morde 1932