Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 63

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Öffentliche Arbeiten [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 63 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379908-2379910--14950-2397240
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Besonders vermindert wurden die außerordentlichen Arbeiten (Bauten, Straßen, Brücken), also die Neuanlagen. Obige Ziffern verteilten sich wie folgt (in Pfund): 15 Monate 1931/32 1930 Bauten .......... 54.771 96.520 Straßen und Brücken...... 40.847 53.860 Kanäle, Entwässerung usw. . . . 26.760 19.926 122.378 170.306 Unter den Erhaltungsarbeiten ist auffallend die große Post von 99.090 Pfund (1930: 69.915) für Verbesserung der Straßen und Brücken, was auf die starke Zunahme des Autoverkehrs zurückzuführen ist. Doch übersteigt die Einnahme der Regierung aus der Benzinsteuer (204.360 Pfund in 1931) die Ausgaben für Neubau urid Verbesserung von Straßen und Brücken. Airbeitsmarkt. Ende Dezember 1932: In den Kolonien sind derzeit bloß 100 Arbeitslose. Von Mitte 1931 bis Ende Dezember 1932 wurden in den Kolonien 2.138 Arbeiter neueingestellt. Im ganzen sind 12.000 Arbeiter beschäftigt, davon 3.000 in Gruppen (Kibbuzim). Von den 90.000 Dunam Pardessim in jüdischem Besitz sind beschäftigt auf 40.000 nur Juden, auf 40.000 gemischte Arbeiter, auf 10.000 nur Araber. In den Städtern herrscht ein Mangel an Facharbeitern, insbesondere im Baugewerbe. In Tel-Aviv sind zirka 1.000 Bauarbeiter beschäftigt, in Jerusalem 1.100, davon 60 bei öffentlichen Arbeiten und 55 bei arabischen Bauten, indes bei jüdischen 250 Araber beschäftigt sind. Streik in Gan Scharon. Am 20. Dezember traten Arbeiter, die in der Histadruth und in der nationalen Gewerkschaft (Revisionisten) organisiert sind, in. Streik, um die Einstellung arabischer Arbeiter zu verhindern. Die kanadischen Besitzer telegraphierten dem Betriebsleiter, sich mit der Histadruth zu verständigen. Die Frage der unpolitischen Gewerkschaft. Im Anschluß an die Konflikte zwischen revisionistischen Arbeitern und solchen der Histadruth haben Kundgebungen beider Teile stattgefunden. Die Revisionisten verlangen die Schaffung eines neutralen Arbeiterverbandes. Ebenso haben die Fabrikanten von Tel-Aviv die Stadtverwaltung aufgefordert, einen unpolitischen Arbeitsnachweis zu verlangen. Die Histadruth hat ihrerseits beim Kongreßgericht eine Klage gegen revisionistische Blätter eingereicht, die nach ihrer Ansicht falsche Beschuldigungen gegen sie erhoben hatten. Ben Gurion gab in einer Versammlung der Histadruth die Erklärung ab, daß diese niemals das Recht der revisionistischen Arbeiter auf Arbeit verletzt habe. Er erklärte ferner, daß alle Arbeitskonflikte aufhören könnten, wenn sich alle jüdischen Unternehmer verpflichten, nur jüdische Arbeiter zu beschäftigen und sich in Arbeitsfragen der Entscheidung einer nationalen jüdischen Körperschaft als Schiedsgericht unterwerfen würden, wozu die Histadruth bereit ist. Sie ist auch längst für die Schaffung von gemischten Arbeitsnachweisen eingetreten. (Siehe auch Rubrik „Arbeiterbewegung".) Hlafena/rbeitsgewerkschaft. Eine solche wurde eben für Jaffa und Haifa gegründet. Sie ist außerordentlich wichtig zur Sicherung des Anteils jüdischer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.