Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1933)
- Article
- Zuckerindustrie [Nachricht]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 1)
- Language
- German
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Zucjkerindustrie. Infolge eines Planes jüdischer Kapitalisten unter Führung von Mr. Marah, Großimporteur für Zucker, wird in den nächsten Wochen mit der Pflanzung von Zuckerrohr und Zuckerrüben, für den Bedarf der zu errichteten Fabrik, begonnen werden. Die Potash Co. Die „Chemikerzeitung" Nr. 71 teilt mit, daß die Tote-Meer- Gesellschaft an Kalirohsalzen (Carnellit) 1930: 5.000, 1931: 13.000 Tonnen gewonnen hat. Die Verdampfungsanlagen sind verdreifacht worden. Das Wasser wird nicht mehr von der Oberfläche gewonnen, sondern aus der Tiefe heraus'- gepumpt, wo der Salzgehalt ein um 50 Prozent höherer ist. Eine Stahlrohrleitung wurde dazu bis an den BOfden des Sees gelegt. Die Bromgewinnung wurde im Februar 1931 aufgenommen. Gegenwärtig werden täglich 2 Tonnen raffinierte Waren erzeugt. Beschäftigt werden 400 Arbeiter. Die Salzgewinnung bei Athlit. Dieses Unternehmen (von Baron Edm. Rothschild begründet) besteht schon seit zehn Jahren. Die Produktion im letzten Jahre betrug 8.000 Tonnen. Das ist ungefähr der Bedarf des Landes, so daß der Import fast völlig aufgehört hat. Trotzdem genügt der innere Markt für den Absatz der Gesellschaft nicht, weil die Araber die schlechten und billigen Produkte aus El Arisch benützen. Oelindustrie. Das American Economic Committe for Palestine gibt darüber folgende Auskunft: Im Lande werden Oliven-, Sesam-, Lein-, Sonnenblumen- und Kopraöl erzeugt. Es gibt auch eine kleine Produktion von Kürbis- und Palmenkernöl. Die Erzeugung von Olivenöl schwankt je nach der Ernte zwischen 1.000 und 5.000 Tonnen. Die von allen anderen Oelen ist 2.000 bis 3.000 Tonnen, davon Sesamöl 500 bis 1.000 Tonnen. Die Fabrik der Jaffa Orange Produce Comp. Society in Rechowoth wird alle Arten ätherischer Oele aus Orangenschalen erzeugen (siehe obemi). Es sind 40 Pflanzer an ihr beteiligt. Die Produktion wird im ersten Jahre vier Tonnen betragen. Ferner wird in Palästina Thymianöl und Jasminöl erzeugt. Pflanzliche Oele wurden 1930 um 10.000 Pfund importiert, hauptsächlich unraffiniertes Olivenöl. Der Export an Oel betrug 1931: 27.000 Pfund (davon 18.945 Olivenöl, 3.447 Sonnenblumenöl, 4.608 Sesamöl). Konzessionierte Unternehmungen. Die Gesellschaft „Kalijah", gegründet zur Schaffung von Erholungsstätten am Toten Meer, verbreitet ihre Prospekte zur Zeichnung von Aktien (siehe unter „Sanität"). — Eine arabische Gesellschaft wurde zum Studium der heißen Quellen in Transjordanien gegründet. Möglichkeiten für die Knochenverarbeitungsindustrie. Hierüber schreibt Ing. Sch. Ginsburg in „Mischar we Taassijah" Nr. 17/18, In den Ländern des Nahen Osten gibt es keine solche Industrie. In Palästina sind jährlich zirka 2.000 Tonnen Knochen greifbar. Außerdem könnte man solche aus den Nach»- barländern einführen. Folgende Fabrikate können erzeugt werden: a) Knochenfett. Die Ausbeute beträgt zirka 7 bis 10 Prozent des verarbeiteten Knochengewichtes. b) Knochenleim. Die Menge hängt von der Intensität der Bearbeitung und der Qualität der Knochen ab. Es sind durchschnittlich 15 bis 16 Prozent des Gewichtes. c) Knochenmehl. Erstens solches, das als Nebenprodukt der beiden erstgenannten Erzeugnisse abfällt (enthält zirka 1 Prozent Stickstoff und 30 Pro>