Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1933)
- Article
- Die neuen Viertel [Nachricht]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Viertel, „Romamah", im Süden der Stadt, (bei der Achad Haamstraße und dem Rothschildboulevard) mit 40 Häusern gebaut werden. Industrieviertel. Die Stadt und die Fabrikanten planen die Gründung eines eigenen Industrieviertels auf KKL.-Boden, für dessen Kauf die Industriellen selbst drei Viertel des Kaufpreises beisteuern wollen. Dorthin sollen auch Fabriken verlegt werden, die heute im Herzen der Stadt arbeiten. Man erhofft sich davon eine günstige Einwirkung auf die Gestaltung der Bodenpreise. Geburtenbewegung. Der natürliche Zuwachs (Ueberschuß der Geburten über die Todesfälle) betrug 5692: 1.357 (1.991 Geburten gegen 634 Todesfälle). Dabei ist zu bemerken, daß noch immer manche Geburten bei orientalischen Juden nicht gemeldet werden (dagegen dürften wohl in den modernen Kliniken Tel-Avivs auch auswärts wohnende Frauen entbinden). Von den 634 Todesfällen waren 213 von Säuglingen, von den restlichen 421 entfielen über 10 Prozent (43) auf Leute von 80 Jahren und darüber. Verschiedene Nachrichten. Zum Bau neuer Straßen bewilligte die Gemeinde 11.000 Pfund. Haifa. Der Boden der Regierung. Die Palästina-Regierung wird den von ihr im Gebiete des Haifaer Hafens für Staatszwecke reklamierten Boden als Staats* domäne behandeln und vom Boden-Department verwalten lassen; keineswegs werde dieser Boden einer privaten Körperschaft zur Entwicklung überlassen werden. Der reklamierte Boden wird nach Aufstellung des neuen Stadtplanes zur Vermessung gelangen, in Grundstücke geteilt und einzeln verpachtet werden. Einen ansehnlichen Teil dieses Bodens benötigt die Regierung für den Bau eines Zolldepartements. Man nimmt an, daß eine Anzahl beideutender Geschäftshäuser Angebote auf langfristige Pachtverträge für Baugelände am Haifaer-Hafen einreichen wird. Die künftige Entwicklung. Nach der bevorstehenden Vollendung des Hafenbaues in Haifa werden verschiedene Pläne des Ausbaues der Stadt zur Ausführung gelangen. Im Hafen wird ein großer Bahnhof erriqhtet werden. Fünf neue Straßen werden die Stadt mit dem Hafen verbinden. Die Regierung hat sich bereit erklärt, der Stadt Haifa eine Anleihe zur Verwirklichung dieser Pläne zu gewähren. Die Gemeindeverwaltung vertritt jedoch den Standpunkt, daß die Ausgaben für den Ausbau des Hafens von der Hafengesellschaft zu tragen sind. Mobilisierung der brachliegenden Gründstücke in jüdischem Besitz. Unser Mitarbeiter Ing. Josef Loewy, Haifa, regt in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 5 tan, daß die vielen ungenützten Grundstücke im Besitz von Juden auf dem Karmel und in der Haifa-Bay, den zahlreichen Interessenten in Haifa, die ein kleines Eigenheim bauen wollen, verkauft werden, was möglich wäre, wenn man diesen Reflektanten Hypotheken von je 150 bis 200 Pfund verschaffte. Zur Erschließung dieser! zahlreichen und wertvollen Parzellen sei eine Summe von 10.000 bis 20.000 Pfund für Hypotheken nötig. Verschiedene Nachrichten. Die Regierung verlangte einen Abstrich von 15.000 Pfund von dem Budget der Stadt, 57.000 Pfund (siehe Nr. 2, S. 430), gab ihren Einspruch aber auf Protest des Stadtrates auf.