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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Die Tätigkeit der Regierung [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 56 (sequence 2)
Language
German
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Das Landwirtschaftsamt hat sechs neue Versuchsfelder in verschiedenen Distrikten angelegt. Bauern in Berscheba erhielten 30 Pflüge geliehen. — Das Amt verteilte 600.000 Maulbeerbaumsetzlinge und läßt in den Schulen die Seidenwurmzucht demonstrieren. Im Tiberias-Distrikt sollen 500 Dunam mit Futter und Durrha angebaut werden, um den Dörfern, die unter der Trockenheit gelitten haben, Futter zu liefern. Größere Flächen im Beisandistrikt werden dem gleichen Zwecke dienen. — Eine Geflügelbrutstation wurde vom Department in Hebron errichtet. — Das Amt bemüht sich, die Kultur des Johannesbrotbaumes zu erweitern, dessen Früchte als Viehfutter dienen. Sie verteilte 1931 an Baumsetzlingen 2.800 Stück. Im Winter 1934 sollen es 50.000 bis 60.000 sein. Fischzucht. Wir haben in Nr. 8/9, S. 298, kurz darüber berichtet. „Palestine and Near East", Nr. 18/19, veröffentlichten ein Memorandum über Fischzucht von J. Spicer und E. Liebmann vom Regierungsdienst. Versuche mit Karpfenzucht haben die günstigsten Aussichten für diesen Produktionszweig erwiesen. Dort, wo bloß Lupinen, Linsen, Durrha usw. geerntet werden, können, wenn diese als Fischfutter verwendet werden, in Fischteichen Beträge von 5 bis 6 Pfund per Dunam Wasserfläche erzielt werden. 6.000 bis 8.000 Dunam von geringem landwirtschaftlichen Wert könnten im Lande zur Fischzucht verwendet werden, die Produktion könnte 1.000 Tonnen im Werte von 50.000 Pfund betragen. Heute werden 1.500 Tonnen im Lande gefischt und 1.750 Tonnen im Werte von 70.000 Pfund eingeführt. Die Regierung sollte Demonstrationsflächen anlegen. Die Verfasser geben dann fachmännische Ratschläge für die Fischzucht. Die Teiche bilden keine Moskitogefahr, im Gegenteil, die Fische fressen etwa vorhandene Mückenlarven. So könnten Sümpfe durch Umwandlung in Fischteiche malariafrei gemacht werden. Die Verfasser geben schließlich eine Kalkulation: Die Anlage von 100 Dunam (inclusive Kaufpreis) würde höchstens 900 Pfund kosten. Jahresproduktion zirka 120 Kilogramm Fische oder 600 pal. Pfund, Futterkosten 140, Arbeit 200, Nettoertrag 260 Pfund. Alle Annahmen sind äußerst vorsichtig veranschlagt, wahrscheinlich wird der Durchschnittsertrag 400 Pfund für 100 Dunam sein. Tabak. Laut PBW. war die Ernte darin 1926—1930 in Tonnen: 547, 342, 1.194, 958. Davon aus jüdischen Kolonien (Rosch Pinah, Metullah, Mischmar Hajarden, Yessod Hamala u. a.) 100 bis 125 Tonnen jährlich. Import 200 bis 250 Tonnen per Jahr. Export 1925—1930 in Tonnen: 1.4, 43.1, 271.8, 199.3, 15.5, 28.5, 40.7. Palästina selbst konsumiert 1.000 Tonnen jährlich, wovon 600 von inländischen Fabriken stammen. Wie „Boustn'ai" (Nr. 22) berichtet, pflanzen die galiläischen Kolonien bereits alle Sorten, von der geringsten bis zur feinsten. Als Absatzgebiet käme vor allem Aegypten in Betracht. Schlechte Ernten in Oel- und Bananen. In dieser Saison sind die Ernten in Oliven stark zurückgegangen, die Preise für Oel und Seife sind stark gestiegen. Auch bei Bananen wird kein günstiges Resultat erzielt werden. Regenmangel. In diesem Winter mangelt es wiederum an genügenden Niederschlägen. Dazu treten noch trockene Winde. Aus der arabischen Landwirtschaft. Im Bezirk Tiberias säte die Regierung 500 Dunam Futtergras und Durrha zur Unterstützung der Fellachendörfer, die Mangel an Futter leiden (siehe oben). In den Bezirken Haifa, Jenin, Tiberias,

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