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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 55

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Die genossenschaftlichen Arbeitergruppen (Kibbuzim) [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 55 (sequence 2)
Language
German
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einer Hilfswirtschaft genügt. Die anderen haben meist nur den Boden für ihr Lager und fünf sind nur vorübergehend untergebracht. Arbeit: Alle Kibbuzim basieren in der Hauptsache auf Lohnarbeit. Ungefähr ein Drittel aller Genossen verrichtet Lohnarbeit, ein Drittel ist in der eigenen Wirtschaft beschäftigt, ein Drittel ist gegenwärtig arbeitslos. In den Kwuzoth werden auch Handwerksbetriebe geführt, von denen ein Teil der Genossen lebt. Die Arbeitslosigkeit betrifft die Kibbuzim stärker, als die reinen Lohnarbeiter. Von 10.000 Koloniearbeitern kommen nur 2.200 aus den Kibbuzim, aber unter den Arbeitslosen sind sie mit 50 Prozent beteiligt. Der gewöhnliche Taglohn in den Kolonien ist 200 Mil (1/5 Pfund). Bei Bauten, Handwerk und einigen Landwirtschaftszweigen ist er höher, beim Pflücken ur«d Schneiden geringer. In der Mehrzahl der Kibbuzim ist er durchschnittlich 200 bis 300 Mil. Der Lebensstandard hat sich in ihnen gehoben. Die Monats ausgaben per Kopf schwanken zwischen 1.500 bis 2.500 Mil. Dazu kommen noch Produkte der eigenen Wirtschaft und des Handwerksbetriebes. (Die Bilanzen der Kibbuzim zeigen ein Eigenvermögen von 16.502 Pfund, dieses besteht in 483 Dunam Pardess, 27 Dunam Bananen, 180 Dunam Gemüse, in Vieh, Maschinen usw. Die Arbeiterbank unterstützt die Gruppen durch Kredite. Von 1929 bis Juni 1932 lieh sie ihnen 19.730 Pfund, außerdem diskontierte sie Wechsel der JA. um 5.000 Pfund. Die Kredite dienten produktiven Zwecken. Juni 1932 waren die Gruppen der Bank 6.924 Pfund schuldig. — Infolge Aufschwungs der Pflanzungen sind inzwischen die Zahl der Mitglieder der Kibbuzim stark gewachsen. Ende Dezember 1932 wurden sie schon auf 3.000 geschätzt, die Zahl der Gruppen stieg auf 53. Der Landwirtschaftsrat. Der Beirat für Landwirtschaft hat dem Vorschlag zugestimmt, einen Fachmann für die Konservenindustrie nach Palästina zu berufen. Er regte die Unterstützung der Kultur von Kartoffeln und Zwiebeln an, sowie eine Erhöhung des Zolles auf Kartoffeln. Im Jahre 1931 wurden solche im Werte von 48.000 Pfund eingeführt. In einigen jüdischen und deutschen Kolonien geben Kartoffel guten Ertrag und die Regierung hat eine große Zahl von Versuchsfeldern im ganzen Land angelegt. Die Schwierigkeit besteht in der Konservierung der Saatkartoffel im Sommer. Man bezieht solche aus Cypera. Der Rat urgierte die Verbesserung der für den Orangenexport wichtigen Wege. Ferner wurde eine Erhöhung der Zölle auf Butter und Milchprodukte verlangt, sowie eine Herabsetzung der Akzise auf Wein. Auf den Import von Früchten aus Syrien soll kein Zoll gelegt werden, da es wünschenswert sei, den Freihandel mit Syrien zu erhalten. Die Zölle für Holz für Orangenkisten seien abzuschaffen. Das Landwirtschaftliche Department sollte Bienenstöcke moderner Konstruktion auf Abzahlung innerhalb dreier Jahre liefern. Eine Probe von getrockneten Rosinen aus dem Emek wurde nach England abgesendet. Im nächsten Jahr soll eine Probesendung von eingelegten Eiern nach England verschifft werden. Die Tätigkeit der Regierung. Wir berichteten, daß auf Initiative des Oberkommissärs zwei neue Versuchsstationen in Majdal und Faradiyah errichtet wurden. Die Bauten und die Wasserinstallationen sind vollendet. In Faradiyah ist eine Baumschule von 60.000 Setzlingen errichtet worden. —

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