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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 39

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Die gesetzgeberischen Absichten der Regierung [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 39 (sequence 2)
Language
German
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geäußert wird, gegeneinander abgewogen wird. Das Letzte, was die Regierung tun würde, sagte der High Commissioner weiter, wäre, den Kapitalzufluß nach Palästina zu hemmen oder Investierungen in Palästina als nicht lohnend erscheinen zu lassen. Obwohl das laufende Jahr ein Jahr der Prosperität für Palästina ist, ist es dennoch nicht ausgeschlossen, daß Palästina schließlich doch von der Weltkrise mit erfaßt wird; die Regierung erwägt darum den Einkommensteuerplan, um, wenn die mageren Jahre kommen, eine Einkommenreserve zu haben. Zum Schluß versicherte der High Commissioner, daß, wenn auch der Einkommensteuerplan Wirklichkeit werde, die Steuerrate eine sehr niedrige sein wird. Jewish Agency und Legislative CouncSl. In einer Pressekonferenz am 8. Dezember in Jerusalem gaben Sokolow und Dr. Arlosoroff Erklärungen gegen die Schaffung eines Legislative Council ab. Die Juden werden an ihm nicht teilnehmen, solange keine Verständigungsbasis vorhandeji sei. Aehnliches erklärte Sokolow am 18. Jänner einem Interviewer von der „J. T. A.". Bombenattentat in Nahalal. Am Abend des 22. Dezember wurde von unbekannter Hand eine Bombe in das Haus des Kolonisten Jacoby geworfen. Er und sein neunjähriger Sohn wurden so schwer verletzt, daß beide im Spital starben. Der Vorfall hat eine ungeheure Erregung ausgelöst. Die jüdische Bevölkerung des Landes verlangt energische Maßnahmen gegen die arabische Terrororganisation. Arabisch-jüdischer Zusaimmenstoß. In der Pica-Kolonie Pardess Chana besetzten Beduinen am (21. Dezember 1932 jüdische Felder. Als jüdische Arbeiter, die ihnen das wehrten, angegriffen und zwei von ihnen schwer vei> letzt wurden, wurde von einem Juden in Notwehr ein Schuß abgegeben, der einen Araber tötete. Die Polizei vertrieb die Eindringlinge. Verhaftungen bei Arbeiterunriihen in Ness-Zionah. In dieser Kolonie kam es am 14. Dezember 1932 zu einem Zusammenstoß zwischen jüdischen und arabischen Arbeitern, bei einem Pflanzer, der nur auswärtige arabische Arbeiter beschäftigt und jüdische boykottiert. Es wurden 5 Juden und 4 Araber leicht verletzt. Die Polizei verhaftete 9 Juden und mehrere Araber. Von den ersteren wurden 8 zu 'je 1 Monat Gefängnis verurteilt, von den Arabern wurde niemand verurteilt. Die Frage des Bodenerwerbes in Transjordanien. Wir berichteten bereits (Nr. 12, S. 412), daß der Scheich, der Beni Sakr, Mitgal Pascha, von der Regierung verlangte, das Verbot des Bodenverkaufs an Fremde aufzuheben. Inzwischen haben sich andere Führer der transjordanischen Araber diesem Schritt angeschlossen und dem Emir ein Memorandum überreicht. Arabische Zeitungen sprechen schon von einem Pacht von 70.000 Dunam auf 99 Jahre seitens einer jüdischen Gesellschaft. Der Boden, bei Shuna gelegen, soll Privatbesitz des Emirs sein und an Palästina angrenzen. Der Pachtzins betrage 2.000 Pfund. Mitgal Pascha selbst soll den Juden 100.000 Dunam zum Kaufe angeboten haben. „El Islamia" schreibt, der Pascha sei dazu gezwungen da sein Stamm vor dem Verhungern stehe. Die nationalistische Presse in Palästina und Syrien appelliert an den Emir, nicht vor zionistischem Gelde zu kapitulieren. — Vor Schluß der Redaktion trifft die Nachricht ein, daß der Emir tatsächlich einen Vertrag wegen Verpachtung von 70.000 Dunam an eine jüdische Gesellschaft abgeschlossen hatte. Am 25. Jänner erklärte er, nach einem Besuch des Mufti, diesen Vertrag als untey dem Druck der Palä-

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