Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XVI. Jahrg. Jänner-Feber 1933 Nr. 1/2 Probleme des Unterrichtes in Palästina. Von Dr. Ernst Simon, Haifa. I. Sprache und Literatur. Für den oberflächlichen Betrachter scheint das Problem der Sprache in Palästina mit der fraglosen Durchsetzung des Hebräischen in der Schule gelöst zu sein. In Wahrheit aber beginnt es gerade hier. Es stellt sich nämlich die Frage nach dem Umfang und nach der Tragfähigkeit der gesprochenen und gelernten Sprache. Jeder Beobachter dieser Entwicklung stellt, bei sehr verschiedener Bewertung des gleichen Sachverhalts, immer wieder fest: die Sprache vereinfacht sich, sie profanisiert sich und sie europäisiert sich in gewissem Maße. Manche heißen diese Entwicklung willkommen und sehen in ihr das Zeichen endlich erlangter voller Lebendigkeit und Natürlichkeit. Andere aber, und unter ihnen der Verfasser, erblicken hier eine Gefahr, die ebenso weittragend für sich selbst, wie typisch für die gesamte kulturelle Situation des neuen Palästina ist. Von diesem zweiten Gesichtspunkt aus soll der Stand der Dinge hier etwas näher erläutert werden. Der Umfang einer Sprache hängt bekanntlich nicht von der Anzahl der Wörter oder Wortstämme ab, die im Lexikon stehen, sondern von der Anzahl der aktualisierten, tatsächlich gebrauchten Begriffe und Formen. Obwohl eine zuverlässige Statistik dieser Art, wie sie etwa für den Wortschatz des englischen Bauern gemacht wurde, für das gesprochene Hebräisch fehlt, so darf man doch vermuten, daß eine gewisse Verringerung der insgesamt um-