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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 437

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Die Prinzipien [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 437 (sequence 2)
Language
German
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immer genauer, aber bei den Ausgaben versuchten die Vertreter der einzelnen Parteien und Interessen, die Entwürfe der Exekutive umzustoßen und Ausgaben zu votieren, für die voraussichtlich keine Einnahmen vorhanden sein würden. Man kam zu Defiziten. Trotzdem liegt in der Aufstellung des Budgets der Plangedanke und der Kongreß wu'rlde wegen des Bewilligungsrechtes eine Art Parlament. Aber die erwähnten übermäßigen Ausgaben führten zur Schuldenwirtschaft, d. h. zur Verpfändung künftiger Einnahmen. Schuld daran ist nicht der KH., sondern der Kongreß^ der gegen den Widerstand der KH.- Leitung in Ausgabenbewilligung schwelgte. Wenn man aber immer abfällig über Schulden und Defizite spricht, so darf man nicht vergessen, daß vielfach durch einen Budgetbeschluß für ein Jahr auch weitere Jahre beiastet werden, z. B. bei den Siedlungen. Es wäre daher das richtigste, nicht für jedes Jahr ein Budget aufzustellen, sondern planmäßig für mehrere Jahre voraus ein Budget zu beschließen. Auch der KKL. kauft Boden auf mehrjährige Abzahlung. In bezug auf den Bodenkauf hat auch der KH. durch die Sanierung der Haifabay-Gesellschaften eine Verpflichtung auf mehrere Jahre auf sich genommen, auch die Beteiligungen: Ruthenberg 103.000 Pfund, Hypothekenbank 50.000, Potashgesellschaft 13.000 hat er in mehrjährigen Raten gezahlt, aber durch ihn ist erst das Arbeiten dieser Gesellschaften ermöglicht worden, was viel zu wenig geschätzt wird. In das Schulwesen hat der KH. in elf Jahren über 900.000 Pfund hineingesteckt und heute ist es so weit, daß der Jiscihuw 30.000, Idie Pica 6.000, die Regierung 20.00 Pfund dafür aufbringt. Universität und Bibliothek, für die der KH. seinerzeit 50.000 Pfund aufwendete, haben heute schon ein eigenes Budget von 50.000 Pfund. Die Uebergabe der Schulen an den Jischuw wird den KH. entlasten, der dafür anfänglich 40.000 Pfund und dann immer weniger leisten wird. Jedesfalls sind die bisherigen! Aufwendungen des KH., die ihn mit Schulden belastet haben, durchaus produktive gewesen. Sie sind die notwendige Begleitersdheinung des Versuches', planwirtschaftlich auf Jahre hinaus zu arbeiten. Für die Folge sollte aber vermieden werden, daß die Belastung der Zukunft in einier unproportionellen Weise geschieht und der das Budget beschließenden Körperschaft sollte ein ausreichender Spielraum gelassen werden. Vielleicht ginge es, durchzusetzen, daß in gewissen Grenzen das Budgetrecht an fachliche Körperschaften abgetreten wird, die vom Kongreß und Council gewählt werden. Einnahmen. Seit Bestand, 1. April 1921, bis 30. Juni 1932, wurden 4,714.400 Pfund aufgebracht. Aufwendungen. In dieser Zeit wurden davon aufgewendet: 32.4 Prozent für Landwirtschaft, 20 Prozent für städtische Kolonisation, Investitionen, öffentliche Arbeiten, 19.5 Prozent für Erziehungswesen, 9.1 Prozent für Einwanderung. Amtsgebäude. Die Feier der Grundsteinlegung des neuen KH.-Gebäudes (siehe Nr. 10/11, S. 371) fand am 18. Oktober statt. Keren Kajemeth. Eingänge 5692: 9 xMonate (bis Ende Juni) 125.638 Pfund (Vorjahr 145.817). Palestine Economic Corporation. Kürzlich wurde die Generalversammlung in New York abgehalten. Die Gesellschaft unterhält bekanntlich die Kooperativ-

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