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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 435

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Das Memorandum der JA. an die Mandatskommission über die Arbeitsverhältnisse [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 435 (sequence 2)
Language
German
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Ueber die Beschäftigung von Juden bei öffentlichen Arbeiten ist zu sagen; Bei den der Vollendung sich nähernden Arbeiten am Haifaer Hafen waren Ende 1931 unter 1.700 Arbeitern 360 Juden beschäftigt. Dies bedeutet eine wesentliche Erhöhung gegenüber Enjde 1930, wo unter 1.120 Arbeitern nur 183 Juden beschäftigt waren. Aber auch Ende 1931 entsprach die Beschäftigung jüdischer Arbeiter nur dem Prozentsatz der Juden innerhalb der Gesamtbevölkerung, ohne jedoch den viel höheren Anteil der Julden an der Tragung der öffentlichen Lasten zu berücksichtigen. Bei der Durchführung von staatlichen und städtischen Arbeiten hat eine Besserung in der Richtung der Beschäftigung jüdischer Arbeiter nicht Platz gegriffen. In Jerusalem, wo die Juden etwa 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen, waren unter den Ende 1931 bei Munizipalarbeiten beschäftigten 280 Personen nur 40 Juden; bei öffentlichen Arbeiten im Nord-(Haifa)Distrikt waren unter 480 Personen nur 35 beschäftigt. Man hatte gehofft, daß die in dem Briefe dös Premierministers an Dr. Weizmann vom 13. Februar 1931 und in dem Telegramm des Premierministers an den High Commissioner vom 26. Juni 1931 gegebenen Hinweise auf einen notwendigen Ausgleich zwischen den jüdischen Leüstuaigen für die öffentlichen Einkünfte und der Beschäftigung von Juden bei öffentlichen Arbeiten ihre Früchte tragen werden. Bisher aber haben die in diesen beiden Dokumenten gegebenen Zusicherungen kaum eine faktische Wirkung gehabt, wenn auch die Frage einer Formel, wie man jüdische Arbeiter bei staatlichen und städtischen Arbeiten mehr beschäftigen könnte, immer noch erörtert wird. Arbeiterbank. Der Jahresbericht für 1931 zeigt eine aufsteigende Entwicklung. Aktienkapital (Ziffern in Pfunden) 100.000, Reservefonds 7.000, Debitoren 135.080, Depositen 48.000 Pfund. Reingewinn 4.763, Dividende 3 Prozent. Die „Tnuvah" schuldet der Bank 10.000 Pfund, ihr Aktienkapital ist 13.000 Pfund, der Jahresumsatz 160.000 Pfund. „Hamaschbir" hat ein Kapital von 7.000 Pfund. Die Produktionsgenossenschaften (57 an der Zahl) beschäftigen 950 Arbeiter in den Städten und entwickeln sich gut. Die Arbeiterbauämter haben befriedigend gearbeitet, besitzen ein Kapital von 5.000 Pfun|d. Die Kibuzim in den verschiedenen Kolonien, die meist auswärts für private Farmer arbeiten, entwickeln sich gut, viele sind auf KKL.-Land amgesieidelt. Das Ver* mögen von 30 Gruppen mit 2.200 Mitgliedern beträgt 40.000 Pfund. Die Bank gewährt ihnen im steigendem Maße Kredite. Den Spar- und Leihgenossenschaften (8 an der Zahl mit 8.000 Mitgliedern, Kapital 12.000, Depositen 26.000 Pfund) wurden weitere 8.000 Pfund zur Verfügung gestellt. Die Bank zahlt für 1931 eine Dividende von1 7 pencte engl, auf Coupon Nr. 2 jeder Pfundaktie. Auszahlung in Palästina bei der Zentrale, Tel-Aviv, in Wien bei der Sammelstelle des Keren Kajemeth. Konferenz der Arbeiterparteien. Anfang November fand die Konferenz detf seinerzeit vereinigten Arbeiterpartei statt. Nach dem Bericht der Leitung sind1 in der Histadruth mehr als 40.000 Arbeiter organisiert, davon 14.000 in der Landwirtschaft, 12.000 in der Industrie. Es wurde die Schaffung eines Arbeitslosenfonds beschlossen, wobei jeder Arbeiter mindestens ein Viertel, höchstens ein Prozent seines Einkommens beisteuern soll. Die Fortführung der Arbeiterkolonisation wurde urgiert und dabei die Bedeutung der nationalem Fonds für sie betont. (Wir behalten un<> vor;, über dife Verhandlungen dieser Konferenz noch näher zu berichten. — Die Red.}

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