Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1932)
- Article
- Ruthenbergwerk [Nachricht]
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 433 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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dem Elektrizitätsbergwerk Stromlief erungsvertrage abgeschlossen. Der Lichtstrom wird 30 Müs per Kilowattstunde kosten. Verschiedene Nachrichten. „Lodzia" Textilfabrik dehnt ihren Betrieb ständig aus. Gegenwärtig beschäftigt sie über 200 Arbeiter. Die Silikatfabrik, die seinerzeit lange stillgelegt war, arbeitet seit 1930 unter neuen Eigentümern befriedigend. 60 Prozent der Häuser Tel-Avivs sind aus den von ihnen erzeugten Ziegeln erbaut. Die Gerberei- und Lederindustrie entwickelt sich nach einer Depression im Vorjahr befriedigend. Sogar der Koinkurrenz von Bata konnte begegnet werden. Der Zoll für das Material für Koffer unid Reiseartikel wurde von 60 auf 40 Müs ermäßigt. Die Tote-Meer-Gesellschaft hat kürzlich die ersten Lieferungen von Chlorkali nach New York abgesendet. Der Steinbruch in Athlit, der für den Hafen in Haifa gearbeitet hatte, wurde, da der Bedarf gedeckt ist, geschlossen. Unter den Arbeitern waren zuletzt zirka 100 Juden. HANDEL UND KONSUM. Großhandelsindex. 1931 100 Prozent. Juni 1932 109.8 Prozent; Juli =107.4 Prozent; August 110.8 Prozent. Lebenskostenindex. Jänner 1922 100 Prozent. Juni 1932= 55.6 Prozent; Juli 54.1 Prozent; August 54.8 Prozent. KREDIT. Die Bankdepositen. In „Dawar" schreibt Ben Dor über diese bei jüdischen Instituten für 1931/32: Die APB. hatte Depositen und Einlagen in der Höhe von 2.25 Millionen Pfund (gegen 1 Million im Jahre 1929/30). Die kleineren jüdischen Institute weisen folgende Ziffern in pal. Pfund auf: Halvaah Wechissachon, Tel-Aviv, 150.000; Jerusalem 100.000; Aschrai 250.000. ARBEIT. Schwere Arbeiterkonflikte. Mitte Oktober kam es in Jerusalem, Tel-Aviv und Haifa zu heftigen Zusammenstößen zwischen in der Histaldruth gewerkschaftlich organisierten Arbeitern und Arbeitern der „nationalen Gewerkschaft" (Revisionisten), bei denen es eine Anzahl Verletzte gab und auch mehrere Verhaftungen von der Polizei vorgenommen wurden. Ursachen der Streitigkeit sind Differenzen in der Frage des Arbeitsnachweises und der Umstand, daß gewisse Arbeitgeber revisionistische Arbeiter bevorzugen und die Revisionisten die Streikparolen der Histadruth nicht respektieren. Der Magistrat von Tel-Aviv erreichte es, daß zwischen den Streitenden für die Dauer eines Monats eine Art „Waffenstillstand" geschlossen werde. Bis zum Ablauf dieser Frist hofft man, daß eine Einigung in den strittigen Fragen erzielt