Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1932)
- Article
- Verschiedene Nachrichten [Nachricht]
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 431 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379907--14608-2396799- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Irak Petroleumgesellschaft will ihre Raffinerie in der Nähe der Eisenbahnwerkstätten errichten, wogegen Beschwerde erhoben wurde. Da in diesem Sommer der Karmel sehr viele Sommergäste aufwies, beschloß die Achusah Herbert Samuel, einem Unternehmer, der ein modernes Hotel bauen will, den Grund dazu gratis zu überlassen. Die Stadtverwaltung beschloß, die Sümpfe von Wadi Soliman zu drainieren. INDUSTRIE. Bericht des Komitees über die Konserveninjdustrie. Der Ausschuß des „Committee on Agricultural Economics and Marketing", der zur Untersuchung dieser Frage eingesetzt worden war, erstattete in einer Versammlung, die am 22. Juni in Jaffa stattfand, einen Bericht, der vollinhaltlich im „Commercial Bulletin" Nr. 9 abgedruckt ist. Wir geben davon einen Aufzug: Die Konservenfabrikation in kleinem Ausmaß ist nicht rentabel. Die heimische Nachfrage ist gering und die Konkurrenz auswärtiger Fabriken stark. Nur im großen Maßistabe, für Export zu arbeiten, würde sich lohnen. Verfügbar sind derzeit in Palästina für Konservierung: Früchte: Trauben, Feigen, Aprikosen, Pflauimen, Erdbeeren, Oliven. Gemüse: Tomaten, Gurken, Blumenkohl und Kraut. Ferner könnten für jenen Zweck in extensiver Weise angebaut werden: Aprikosen, Pfirsiche, verschiedene Arten von Birnen, große Pflaumen, Erbsen, Bohnen und Spargel. Die Art der Verwendung wäre folgende: Trauben: Für Rosinen in verschiedenen Formen, Traubensaft, konzentrierte Marmelade und konservierte Muskattrauben. Feigen: Getrocknet, Jam, konserviert, als Paste. Pflaumen: Die großen getrocknet, die kleinen konserviert oder zu Marmelade. Oliven: Schwarze (griechische Sorte) und weiße, eingesalzt, ferner für Olivenöl. Gemüse: Tomaten: Für Mark, Suppe, Sauce und in grünem Zustande eingesalzt. Gurken: Eingesalzt und in Essig eingelegt. Kraut: Sauerkraut und eingesalzt. Erbsen, Bohnen, Spargel: Konserviert oder in Büchsen. Blumenkohl: Konserviert und eingesalzt. Diese Früchte und Gemüse werden in extensiver Weise angebaut un|d in naher Zukunft werden sie in genügendem M^ße vorhanden sein. Bisher nahm sie der heimische Markt auf, aber mit vergrößerter Produktion müssen neue Märkte gefunden werden. Vier Schwierigkeiten sind zu überwinden, um nach und nach diese Industrie zu entwickeln. 1. Sammlung des Ueberschusses. Eine Methode sollte gefunden werden, um alle überschüssigen Quanten in den verschiede wen Teilen des Landes zu sammeln, zwecks Konservierung, Trocknung usw. 2. Finanzierung. Die Privatinitiative allein wird nicht genügen, es wird die; Hilfe der Regierung nötig sein. Eine Institution oder Unternehmung sollte gegründet werden, welche die Abnahme bestimmter Mengen Rohprodukte zu fixen Preisen garantieren würde. Wenn nötig, sollte die Regierung Minimalpreise garantieren, und zwar nur für die Mengen, welche in die Fabriken geliefert werden. .