Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1932)
- Article
- Stadtrat [Nachricht]
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 429 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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- Haifa 1× ep/1047930
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tion eingelegt. Diese besteht derzeit nur aus (acht) arabischen Mitgliedern^ da die jüdischen bekanntlich vor zwei Jahren a;us Protest gegen die Teilnahme des Bürgermeisters an der arabischen Delegation nach London ihre Aemter niedergelegt haben. (Nach der letzten Volkszählung waren 57 Prozent der Bevölkerung der Stadt Juden.) Bautätigkeit. Im ersten Halbjahr 1932 war der Wert der Neubauten 1.95 Millionen Pfund. Das ist ebensoviel als im ganzen Jahr 1931. Die Kreditgesellschaft „Südafrika-Palästina", die bisher nur in Haifa Baudarlehen gab, hat jetzt auch für 2.000 PlEund Anleihen für Jerusalem gegeben und will den Betrag bis 5.000 Pfunid steigern. D^e Wasserversorgung. Anfang Oktober wurden die Messungen für die kommende Wasserversorgung Jerusalems von Ras el Ain (Jarkon) beendet. Die Entfernung bis Romema beträgt 62 Kilometer. Man nimmt an, daß der Jarkon zirka 80.000 Kubikmeter Wasser täglich geben wird. Davon soll Jerusalem zirka 12.000 Kujbikmeter täglich erhalten (bisher gelangen nur zirka 2.000 Kubikmeter täglich zur Verteilung). Wir berichteten in Nr. 10/11, S. 380, über die Ablage der Leitung von Wadi el Kelt nach Jerusaleml Zu denen Ausführung gewährte die Barelays Bank der Gemeinde ein Darlehen von 9.000 Pfund. Elektrizitätswerke. Diese, welche bekanntlich einem englischen Konsortium gehören, hatten im abgelaufenen Jahr einen Reingewinn von 17.153 Pfund erzielt. Es wurde Dividende auf die Vorzugsaktien gezahlt und der Rest auf Reservekonto übertragen. Tel-Aviv. Blaubewegung und Steijgerung der Bodenprteise. Die Blätter berichten, daß durch die starke Baubewegung die Bodenpreise durch die Makler auf das Doppelte und mehr gesteigert werden. Gegen September 1931 ist die Zahl der Bauerlaubnisse der Fläche nach um 80 Prozent gestiegen. Ein markantes Beispiel für die Bodenspekulation ist, daß an der Nordgrenze eine Arbeiterkooperative Boden für 90 Pfund kaufen wollte, welcher Preis durch das Dazwischentreten von Maklern auf nicht weniger als 160 Pfund gesteigert wurde. Die Blätter verlangen, daß die Stadtverwaltung die Banken auffordern sollen, Aufkäufern von Land keine Kredite zu geben. (Siehe den Artikel von A. Böhm in dieser Nummer.) Die Agricultural and Building Bank hat größere Bauareas im Norden der Stadt erworben. Die Weiterentwicklung der Stadt. Hierüber schreibt J. Rokach im Städtischen Bulletin. Am wichtigsten sind Straßenbau und Neupflasterung. Kaum ein Drittel der Stadt hat zufriedenstellende Straßen. Eine gute Drainage ist namentlich für die tiefergelegenen Teile der Stadt wichtig, die während der Regenzeit sehr leiden. Die Stadt hat keine Bodenreserve, doch sollte im Norden, wohin die Ausdehnung weist, Bd,den für Industrien, öffentliche Institutionen, Parks usw. von der Stadt gekauft werjden. Die Entwicklung des Seestrandes ist sehr wichtig. Eine Zentralstation für die Autobusse sei außerhalb der Stadt zu schaffen. Längs des Jarkons sollte ein Park angelegt werden.