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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 428

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Der jüdische Konsum von Produkten jüdischer Wirtschaften [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 428 (sequence 2)
Language
German
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sehen landwirtschaftlichen Produktion kann man annehmen, daß die Juden um 800.000 bis 1 Million Pfund Produkte von den Arabern kaufen. Beginn der Orangensaison. Am 10. November begann die erste Verschiffung von Orangen, jene von Grapefruit schon am 8. Oktober. Früchte, die bis Ende November in England ankommen, müssen den neuen Zoll zahlen. Die englische Regierung läßt sogar bei den Zollämtern die Aufschrift: „Früchte des Imperiums" auf Kisten aus Palästina entfernen. Bekanntlich wird heuer eine Ernte von 4 Millionen Kisten erwartet, wovon mindestens die Hälfte aus jüdischen Gärten stammen wird. Erfolge der Saatzuchtstation der Regierung. Die Regierung veröffentlicht eine Tabelle, in der gezeigt wird, wie groß der Unterschied bei den Erträgen ist, wenn von ihr verteiltes Saatgut statt des ortsüblichen verwendet wird. In den meisten Fällen — es handelt sich um arabische Dörfer — ist der Ernteertrag dadurch um 40 bis 100 Prozent erhöht worden, in einem Fall sogar auf das Fünffache. Aus der arabischen Wirtschaft. Die Beduinen im Süden (Negeb) konnten wegen Erlaubnis der Behörden den Tajbak „Hauscha" außerhalb des Bezirkes Beer Scheba zu verkaufen, die Anbaufelder bedeutend ausdehnen. Von 15 Tonnen wird die Ernte in nächster Saison auf 100 steigen. Durch die Aufhebung des bisherigen Verbotes stieg auch der Preis von 100 ajuf 180 Mil per Rottel. Infolge des Rückgangs des Seifenexportes, namentlich wegen der neuen ägyptischen Zölle, erwarben arabische Fabrikanten von Nablus Boden, um Zitrus zu pflanzen und sich dadurch eine andere Einnahmsquelle zu verschaffen. Die Versuche mit Anbau von Flachs im Bezirk Beith Schan (Beisan), welche die Oelfabrik „Schemen" wie bei den jüdischen Kolonien auch bei Arabern veranlaßte, sind nicht gelungen. Wie „Feiestin" vom 20. Oktober mitteilte, müssen Fellachen des Bezirks Akko den Effendis für Darlehen 60 Prozent , Zinsen zahlen. Verschiedene Nachrichten. Daganiah konnte infolge seines heißen Klimas bereits Anfang Oktober Grapefruit nach England exportieren (siehe oben). „Tnuvah" verlangt von der Regierung die Erhöhung des Zolles für MilchV produkte. Eine Tonne Butter zahlt nur 20 Pfund Zoll, gegenüber 56 in Kanada, 44 in Rumänien usw. Gleichzeitig Wird eine Kontingentierung der Einfuhr gefordert. Ein neuer Siedlungspunkt nahe von Nathania, „Nachlath Schawim", wird von einer New Yorker Gruppe angelegt. Bisher sind 1.000 Dunam zur Orangenpflanzung bereit. STAEDTE. Jerusalem. Stadtrat. Drei arabische Mitglieder der Stadtverwaltung haben bei der Distriktionsverwaltung Beschwerde wegen Mißständen in der Stadtadministra-

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