Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1932)
- Article
- Grapefruit [Nachricht]
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 427 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379907--14563-2396795- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Grapefruit. Agr. Dr. B. Schönfeld, Chedera, schreibt über deren Kultur in Nr. 85 der „Jüdischen Rundschau". Infolge der hohen Preise, die in der Saison 1931/32 erzielt wurden, und der Möglichkeit infolge des Pfund-Sturzes mit Amerika (Flo :da) zu konkurrieren, wurden die Pflanzungen immer mehr ausgedehnt und man rechnet mit einer Ernjte von 100.000 Kisten für die Saison 1932/33. Die Preise sind derzeit um 40 bis 50 Prozent höher als die von Orangen, doch darf nicht mit deren/ Fortdauer gerechnet werden;. Der Baum ist sehr widerstandsfähig, als Grundlage für Veredlung nimmt man „Chuschchusch" (Brigadier). Auch das Pflücken ist billiger als bei den Orangem, zirka 1/2sh per Kiste. Die Grape trägt schon zwei Jahre nach Veredlung Früchte. Die Verkaufspreise sind derzeit 61/2 bis 7 sh per Kiste, wenn man aber nur 4 sh rechnet, so kann man schon im vierten Jahr mit einem Nettoertrag 9 bis 10 Pfund per Dunam rechnen, der weiter auf 15 steigt. Da die Anlage nur 65 bis 70 Pfund kostet, sind das 15 bis 20 Prozent. Wenn man rechnet, daß jährlich zirka 1.000 Dunam Grapefruit neu angelegt werden, so dürfte Palästina in zehn Jahren zirka zwei Millionen Kisten erzeugen. Dies wäre keine Ueberproduktion, weil sich der Konsum sehr rasch entwickelt und Florida mit Preisen auf Basis 4 sh ab Baum (das sind 11 bis 12 sh in England) nicht konkurrieren kann. Wir bemerken dazu,, daß nach Mitteilungen von „Hadar" die Anbaufläche in Amerika, namentlich in Texas, rapid wächst. Während früher (siehe Nr. 8/9, S. 307) die mit Grape angebaute Fläche in USA. auf 690.000 Duna-m geschätzt wurde, wird sie derzeit schon mit 756.000 Dunam angegeben, dazu Porto Rico mit 33.000, so daß schon fast 800.000 Dunam bepflanzt sind. Davon ist erst ein Drittel fruchttragend, so daß in wenigen Jahren die Ernteziffern verdreifacht sein werden. Man nimmt nicht an, daß die Nachfrage in gleichem Maße wachsen wird und daher muß für die palästinensische Frucht, trotz ihrer hohen Konkurrenzfähigkeit, auch mit minderen Preisen in der Zukunft gerechnet werden. Iionigprodisktion. In Nr. 85 der „Jüdischen Rundschau" schreibt Robert Blum über diesen Gegenstand. Von Mitte März /bis Ende Juli stehen den Bienen große Blütenmengen zur Verfügung. Trotzdem wird nur ein kleiner Teil ausgenützt, zirka 120 Tonnen Orangerlionig werden per Jahr erzeugt. Es gibt aber 150.000 Dunum Orangenpflanzungen, woraus 1.000 Tonnen Honig; erzeugt werden können. In Deutschland lieferte 1925 ein Bienenstock 500 bis 750 Kilogramm, in Palästina nur 30 Kilogramm. Im Verhältnis zu Deutschland müßten in Palästina 13.5 Bienenstöcke auf 100 Einwohner kommen, indeß sind es derzeit erst 0.75. Es bedarf einer | lang jährigen Schulung, Bienenzüchter zu werden. Ein Mensch kann 200 bis 300 Bienenstöcke bearbeiten. Die Anlageschaftlicher Zusammenschluß der Bienenzucht ist empfehlenswert. Die Anlagekosten sind minimal. Ein vollkommen ausgestatteter Stock kostet 2 Pfund, der Bruttoertrag pro Jahr 30 Kilogramm Honig (zu 1 Shillingist 1.10 pal. Pfund, Betriebsspesen 0.10 Pfund, Reinertrag pro Jajir und Stock 1 Pfund, Der jüdische Konsum von Produkten jüdischer Wirtschaften. Aus einer Schätzung geht hervor, daß die Juden ihren Konsum aus jüdischen Kolonieprodukten in Milch zu 50 Prozent (6 von 12 Millionen Liter), sofern man Milchprodukte einschließt, zu 30 Prozent, in Eiern zu einem Drittel (18 Millionen von 50 bis 55 Millionen Stück) decken. Trotz des Wachsens der jüdi-