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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 426

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Mittelstandskolonien [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 426 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 90 der „Jüdischen Rundschau". Er weist darauf hin, daß entgegen vieler Behauptungen das Zionistische Kolonisationsamt sehr viel für die Mittelstands^ kolonisation getan hat. Er betont, besonders nachdrücklich, daß in der Pflan;? zungszone der verfügbare Boden beschränkt sei, man müsse daher an eine Rationierung denken. An einen Käufer dürften nicht mehr als 15 bis 30 Dunam Boden abgegeben werden. Die Großbetriebe sollen in Kleinparzellen geteilt werden. Reflektanten auf diese gibt es im Landie genug, die den Vorrang vor den ausländischen haben sollten. Der Mittelstand, soweit die Familie 300 Pfund besitzt, könnte und sollte auch in der gemischten Wirtschaft stärker Fuß fassen. Ein zusätzlicher Kredit von wenigen hundert! Pfund würden dazu helfen, wenn der KKL. den Boden in Pacht bereitstellen würde. Selbständige KH.-Siedlungen. Nach dem Bericht der JA. an den Völkerbund haben folgende Siedlungen des KH. am 31. Dezember 1931 ohne Zuschuß des KH. ihr Budget gedeckt: die Kwuzoth: Kirjat Anawim, Gan Schmuel, Dagania A und B, Kinereth, Gewa, Tel Josef, Gingear, Chefzibah, Jadjur; die Kleinsiedlungen: Atharoth, Kfar Mlal, Nachlath Jehuda, Ben Schemen, Ramatajim, Magdiel, Nahalal, Beth Schern, Kfar Jecheskiel. Wie „Boustn'ai", Nr. 30, mitteilt, beabsichtigt die Jewish Agency bis Pessach 5693 zu konsolidieren: die sechs Moschawim Kfar Chassidim, Kfar Jehoschuah, Kfar Baruch, Merchawjah, Tel Adaschim, Balfouria, und die sechs Kwuzoth: Mischmar, Haemek, Scharona, Hascharon, Gewat, Mesra und Merchawja. Bilu-Kolonie. Die unter diesem Namen neugegründete Ansiedlung wurde zwischen Rechowoth und Gedera anzulegen begonnen. Ihr Name ist „Kfar Bilu'V Die Friage der Bewässerung. In „Palestine and 'Near East", Nr. 14/15, beschäftigt sich Ing. C. G. Henriqutez mit dieser Frage. Er weist darauf hin, daß die Kontrolle über die Wasserverteilung überall in die Hänlde der Selbstverwaltung der das Wiasser Nutzenden gelegen ist, die Regierung kann bloß eine Oberaufsicht führen. (Vgl. die Artikel von Ing. Riftin, die wir hierüber 1930 und 1931 veröffentlicht haben. Der Autor macht ähnliche Vorschläge wie dieser bezüglich der Wassergenossenschaften. — Die Red.) Das Wassergesetz müßte bestimmen, in welcher Entfernung von einander die Brunnen gebohrt werden können, so daß die vorhandenen nicht so sehr die Ressourcen erschöpfen usw. Was die Wasservorkommen betrifft, so kritisiert er die Angaben des Irrigationsbeamten im letzten Bericht der Landwirtschaftlichen Departments. (Siehe Nr. 5/7, S. 187.) Im i Jordantal vom Toten Meer bis Beisan gibt dieser 100.000 Dunam als bewässerbar aus, Henriquez hält das für sehr übertrieben, der Boden ist dort \ meist salzig und ungeeignet für Kultur. Auch wird das Jordanwasser wahrscheinlich nicht so billig und reichlich erhältlich sein, um diese Böden auszuwaschen. Auch der Vorschlag, die Kurdaniquellen für den Emek auszunützen, hält der Verfasser für noch vage, solange keine spezielle Untersuchung darüber angestellt worden ist. — „Palestine and Near East", Nr. 16/17, weisen auf die überras eilenden Wasserfunde in letzter Zeit hin und verlangen, daß die Regierlung angesichts der Wichtigkeit dieser Sache Untersuchungen und Bohrungen in größerem Ausmaß durchführen sollte. Sie hat aber für das laufende Finanzjahr nur 1.810 Pfund dafür ausgesetzt.

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