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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 420

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Vermehrung der nichtjüdischen Bevölkerung [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 420 (sequence 2)
Language
German
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trotz Ausdehnung der jüdischen Kolonisation nicht erwarten, sondern eine Abnahme. Die Faktoren der Bevölkerungszunahme. Wir haben über die Volkszählung vom 18. November 1931 bereits drei Artikel veröffentlicht. Zur Ergänzung geben wir nachstehend einen Absatz aus einer Arbeit von Dr. Walter Preuss, über diese Materie (abgedruckt im „Allg. Statistischen Archiv", Jena, 22. Bd.) wieder, die das von uns in diesem Zusammenhang n/och nicht bearbeitet© Thema der Analyse der Bevölkerungsvermehrung behandelt. Natürliche B e vö lk er u;ng s v er m eh r u n g: Zunächst ist zu bemerken, daß der allgemeine Bevölkerungszuwachs von zirka 36,7 Prozent (nach den offiziellen, unserer Ansicht nach um einige Prozente zu hohen Ergebnissen) das Resultat eines verwickelten Prozesses ist, wie Tabelle I zeigt. Tabelle I. Jährlicher Bevölkerungszuwachs von 1924 —1930 (pro Mille der Einwohner). Jahr Natürliche Vermehrung Einwanderungsüberschuß Gesamtüberschußrate 1924 25,3 +15,1 40,4 1925 22,0 +42,5 64,5 1926 29,0 + 5,9 34,9 1927 22,3 — 4,9 17,4 1928 24,9 + 0 24,9 1929 24,6 + 4,6 29,2 1930 29,7 + 1,42 31,12 Die Tabelle ergibt, daß die natürliche Vermehrung der Bevölkerung zwischen 22,0 bis 29,7 pro 1000 pro Jahr schwankt, daß aber die Hauptabweichungen auf Konto der Schwankungen des Einwanderungsüberschusses zu buchen sind, der besonders in den Jahren 1925—1927 Deviationen von fast 50 pro Mille aufweist. Die Einwanderung (wie wir sehen werden, im wesentlichen die jüdische Einwanderung) ist der entscheidende Faktor für Schwankungen des prozentualen jährlichen Bevölkerungszuwachses in Palästina, während die natürliche Bevölkerungsbewegung, ungleich europäischen Ländern, sich bisher in gewisser Stetigkeit bewegt. Im Gesamtdurchschnitt ist der natürliche Bevölkerungszuwachs in Palästina außerordentlich hoch und übertrifft selbst eine große Zahl von Ländern, die als Beispiele des noch ungebrochenen Fruchtbarkeitswillens gelten, wie die folgende Tabelle zeigt. Tabelle II. England und Wales 1930 4,9 Aegypten 1929 16,4 Deutschland 1930 6,5 Europäisches Rußland 1927 21,9 Amerika 1927 9,2 Palästina 1930 29,7 Britisch-Indien 1928 11,2 Anmerkung: Die Ziffern, ausgenommen die von Palästina, sind dem „Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich", 1931, entnommen.

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