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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 414

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Wasserbewirtschaftung [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 414 (sequence 2)
Language
German
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gewissen Einfluß auf diese, da.s ganze Land lebenswichtige Angelegenheit haben wird, aber wie wiederholt in den Artikeln von Ing. Riftin in diesen Blättern ausgeführt, müssen, wie in allen Ländern ähnlicher Lage, lokale Beiräte, Wassergenossenschaften und andere demokratische Institutionen geschaffen werden, welche die Interessen der Wlasserverbraueher zu vertreten hätten, und eine Selbstverwaltung darstellte. Die Regierung kann nur eine Oberaufsicht führen. (Siehe dazu auch die Aeußerung von Ing. Henriquez unter Rubrik „Landwirtschaft".) Es ist aber keinesfalls im Interesse der Juden gelegen, daß mit dem Wasser Raubbau getrieben wird. Die Schaffung eines Wasserrechtes ist unbedingt nötig und die Vorteile dabei werden die Nachteile aufwiegen. Gemeindegesetz. Die Regierung hat der Exekutive der JA. und der Arabischen Exekutive den Entwurf eines Munizipalitätengesetzes zugesandt, worin die legale Position der Stadtverwaltungen <und deren finanzielle Gebarung geregelt wird. Die Finanzen. Von April bis August waren die Einnahmen 1,112.637 Pfund, die Ausgaben 925.367 Pfund, der Ueberschuß 187.270 Pfund. Das Sinken der Einnahmen aus landwirtschaftlichen Steuern. „Mischar we Taassjah" Nr. 10/11 gibt darüber folgende Zahlen. Der Anteil der landwirtschaftlichen Steuern an den Einnahmen der Regierung betrug vor der britischen Okkupation 26 Prozent, 1920—1925: 16 Prozent, von 1925—1929: 9.3 Prozent. Im Jahre 1932 wird er nur 3 Prozent ausmachen. In Ziffern ausgedrückt, sank der Ertrag (dieser Steuern von 280.000 auf 73.000 Pfund. Daraus ist ersichtlich, daß die Verwaltung immer mehr von den Einnahmen aus dem jüdischen Aufbauwerk finanziert wird. Weitere Steuerbefreiungen. 56 arabischen Dörfern im Bezirk Sichern wurden die landwirtschaftlichen Steuern erlassen, was eine Summe von 18.000 Pfund» betragen soll. Subvention für eine Brunnenbohrung. Die Regierung hat zu den Kosten der Brunnenbohrung von Tel Adaschim einen Beitrag von 300 jBfurid bewilligt. Dies ist der erste Fall solcher Art. Antisemitische Aeußeilung eines Staatsanwaltes. Der Staatsanwalt E. F. Elliot (nicht der Kronanwalt gleichen Namens) hatte in einer Verhandlung gesagt, es sei in England bekannt, daß Juden Versicherungsschwindel durch! Brandstiftung begehen. Die Vereinigung jüdischer Rechtsanwälte in Palästina, der sich andere jüdische Körperschaften anschlössen, verlangte, daß Elliot von seinem Posten entfernt werde. Elliot entschuldigte sich feierlich in einer beim Obersten Gerichtshof in Anwesenheit der jüdischen Anwälte abgehaltenen Versammlung. Oberrichter Sir William Mc Donnes sprach seine Genugtuung darüber aus, daß damit der Zwischenfall in befriedigender Weise gelöst sei. Deutscher Generalkonsul. Legationsrat Heinrich Wolf wurde zum deutschen Generalkonsul in Jerusalem ernannt. Verschiedene Nachrichten. Agr. S. Zemacli von der Versuchsstation der JA. wurde von der Regierung zum Vertreter Palästinas beim IV. Internationalen Landwirtschaftskongreß in Rom ernannt.

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