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Palästina · 1932-12-01 · Heft 12 (Dezember 1932) · p. Seite 411

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 12 (Dezember 1932)
Article
Der Gesetzgebende Rat [Nachricht]
Date
1932-12-01
Page
Seite 411 (sequence 2)
Language
German
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im dem die Juden eine hoffnungslose Minderheit wären. Prof. Brodetzky, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, erklärte in einer Versammlung, daß die Jewish Agency gegenüber dieser Frage die gleiche Haltung einnehme, wie vor 21/2 Jahren. — Die arabischen Blätter erklären, daß die Basierung des Rates auf dem Mandat ihn für die Araber unanlnehmbar mache. Empfang Sokolows beim Oberkommissär. Der Higäi Commissioner, der am 18. November von Genf zurückkehrte, empfing den: Präsidenten der J. A. Sokolow, der bei ihm mit Dr. Arlosoroff erschien^ Polizei gegen orthodoxe Demonstranten!. Beim Bau eines Betonreservoirs setzte die Histadruth durch, daß von ,der. Regierung 60 jüdische Arbeiter beschäftigt werden, doch mußten sie wegen technischer Notwendigkeit auf die Sabbathruhe verzichten. Hingegen protestierten am 8. Oktober 400 religiöse Juden. Die Polizei trieb mit Knüppeln die Menge auseinander. Rabbiner Blau wurde verhaitet und gegen Kaution - freigelassen!. Aus dem arabischen Lager. Dem Führer ' der panarabischen Bewegung in Aegypten, Emir Adel Aslan, der aus diesem Lande ausgewiesen worden war, ist die Niederlassung in Palästina verweigert worden, da er das Mandat bekämpft. Am 16. September fand ein arabischer Sammeltag für einen Bodenfonids nach Art des KKL. statt. Es sollen nicht ganz 1.000 Pfund eingegangen sein. Die arabische Exekutive beschwerte sich bei der Regierung über die Mangelhaftigkeit des Schulwesens für arabische Kinder. Am 4. Oktober empfing der Oberkommissär die arabischen Führer, die die Juden beschuldigten, den Kommunismus zu begünstigen. Die Regierung begünstige ausschließlich die Zionisten. „Falestin" berichtet, daß die Regierung dem Obersten Moslemischen Rat eine jährliche Unterstützung von 25.000 Pfund I zugesichert hat. Da diese Summe im Budgetvoranschlag nicht enthalten ist, wird man die Bestätigung abwarten. Am Balfour-Tag sollte ein Generalstreik stattfinden, aber nur in wenigen Orten feierten einige arabische Arbeiter. Die Blätter berichten, daß die Spannung > zwischen mohammedanischen und! christlichen Arabern in der letzten Zeit immier schärfer wurde. Der Führer der Campagne soll ein Scheik aus Jaffa sein, der Herausgeber von „AI Dschamja al Islamia", doch sekundieren ihm auch andere Blätter. Namentlich wird dagegen Sturm gelaufen, daß in der Beamtenschaft die christlichen Araber relativ viel stärker vertreten sind atls idie moslemischen. Die arabische Exekutive besteht derzeit nur aus Moslems. Die arabischen Mitglieder des von der Regierung eingesetzten Komitees für Straßenbau haben am 27. September ihre Aemter niedergelegt mit der Motivierung, daß die Straßenbau-Politik der Regierung lediglich die jüdischen Siedlungen berücksichtigt und die arabischen Interessen vollständig vernachlässigt. Als Beispiel wird angeführt, daß durch die neue Straße Jaffa—Haifa die arabische Stadt Tulkerem vom Verkehr ausgeschaltet wird, ferner daß infolge der Straße Afule—Mascha—Tiberias der Verkehr von seinem bis-

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