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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 369

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Zehentnachlass [Nachricht]
Date
1932-10-01
Page
Seite 369 (sequence 2)
Language
German
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hatten schon in Nr. 8/9, S. 292, bemängelt, daß die bisherige Reduktion des 369 Oscher für 1932 von 25 Prozent [von 10 auf 71/2 Prozent des Wertes] zu gering sei, da er schon 1931 nur mehr 50 Prozent [von 10 Prozent] betrug und die Ernte infolge der Trockenheit heuer viel schlechter ausfiel als im Vorjahr.) Die neue Herabsetzung gilt nicht für Zitrusfrüchte. Plan einher Einkommensteuer. Die Regierung plant die Einführung einer Einkommensteuer. Die Ajraber haben die Teilnahme einer Beratung darüber abgelehnt, da auch Juden geladen wurden. Diese lehnen deren Einführung prinzipiell ab, da hauptsächlich Juden betroffen würden. (Siehe darüber den Aufsatz von H. Margulies im Jahrgang 1931, S. 208.) Phosphatkonzession. Die Regierung hat Phosphatfelder südlich Berscheba erworben und einer, englischen Gesellschaft die Konzession zur Ausbeutung übergeben. Diese, unter Führung eines Mr. Williams, soll bereits ein Aktienkapital von 18.000 Pfund aufgebracht haben. Die „landlosen" Araber. Bekanntlich ist seit dem Bericht Simpson der Begriff „landlose Araber" heftig umstritten worden und die von Juden „verdrängte" Zahl arabischer Pächter und Fellachen auf viele Tausende angegeben worden. Wie Dr. Arlosoroff auf der zionistischen Aktionskomiteesitzung mitteilte, hat die jetzige Administration, unter der Direktor French die Registrierung vornimmt, bis heute bloß 249 Araber in diese Kategorie eingereiht, davon entfallen 200 auf die bisherigen Siedler im Wadi el Chawereth-Gebiet. Die Regierung beabsichtigt, 12.000 Dunam bei Gaza zu erwerben, um die Araber aus dem von Juden gekauften Wadi el Chawereth anzusiedeln. (Siehe auch „Landwirtschaft".) Verschiedene Nachrichten. Der bisherige Vizekonsul der Tschechoslowakei, Dr. Viktor Grünwald in Tel-Aviv, wurde zum Honorarkonsul ernannt. Anläßlich einer Vorsprache wegen der Schwierigkeiten bei der Aufgabe hebräischer Telegramme sagte der Oberkommissär, daß er hoffe, daß diese sich beseitigen lassen werden. Der Oberkommissär versprach, daß die Regierung einen Beitrag zum Bau des Theaterhauses der Habimah leisten werde. In weiteren zwei Prozessen wegen des Besitzrechtes an Wadi el Chawereth (diesmal an 6.000 Dunam) wurde vom Gericht der KKL. als rechtmäßiger Eigentümer anerkannt. JEWISH AGENCY. Tagung des Zionistischen Aktionskomitees. Vom 28. Juli bis 9. August fand in London diese Tagung statt, anschließend daran diejenige des Council der Jewish Agency. (Näheres darüber siehe „Rundschau": Jewish Agency.) Von Beschlüssen, die Palästina betreffen, ist nur diejenige in bezug auf den Frenchbericht zu erwähnen, der einstimmig abgelehnt worden ist. Das Budget. Auf der Tagung wurlde ein Budget von 306.000 Pfund angenommen.

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