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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 347

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Die Exportbeziehungen Palästinas mit den wichtigsten Importländern
Date
1932-10-01
Page
Seite 347 (sequence 5)
Language
German
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Palästina überhaupt nicht, obzwar Griechenland, Türkei und Bulgarien solchen um 14 Millionen Pfund nach U. S. A. exportierte. Auch chemische Produkte könnten nach Amerika exportiert werden, insbesondere Pottasche vom Toten Meer. Strümpfe, Bekleidungswaren usw. nahmen in letzter Zeit einen großen Raum im Export Palästinas ein. Amerika hat darin einen sehr großen Import, doch Palästina hat daran nur einen verschwindenden Anteil (1930: 524 Pfund). Südafrika, Einwohnerzahl 6 Millionen, davon 1.8 Millionen Europäer, 80.000 Juden. Import 80 Millionen Pfund. Landwirtschaftliche Produkte können dorthin nicht exportiert werden. Trotzdem ist Raum für Export von Strümpfen, Stücjk- und Webwaren, welche 20 Prozent des Gesamtimportes von Südafrika ausmachen. Palästina sandte 1930 für fast 7.000 Pfund solche Waren dorthin. Dieser Export ist noch sehr erweiterungsfähig. Auch in bearbeiteten Häuten, welche Südafrika für 2 bis 2.5 Millionen Pfund jährlich bezieht, und Wein- (Import 0.5 Millionen) -Artikel, von denen Palästina nur verscjhwindenH. wenig liefert. Da Orangen in Südafrika vom März bis Oktober reifen, so kann Palästina im Winter liefern. 1930 waren es 3.958 Kisten um 1.187 Pfund. Aucji Pflanzenöl kann nach Südafrika exportiert werden. Insgesamt betrug der Export 1924: 166, 1928: 4.443 und 1930: 10.781 Pfund. Diese starke Erhöhung ist organisatorischer Arbeit, besonderer Abgesandter zu verdanken. Die verschiedenen Anstrengungen der palästinensischen Industrie, ihre Waren zu verbessern, werden dazu beitragen; die Verbindung beider Länder zu verstärken. „Bilu". In Palästina sind in den letzten Wochen Feste gefeiert worden, da in diesem Sommer 50 Jahre vergangen waren, seit die ersten Pioniere, die „Bilu", ins Land gekommen sind, wo sie die erste Kolonie, „Rischon le Zion", gegründet haben (19. Tammus 5642). Diese Pionierbewegung hatte den Charakter einer wahren „Revolution", diese nicht im Sinne von Gewalt gemeint, die ja nur ein Mittel ist, sondern in dem einer völligen Umkehr: Statt der Diaspora — das alte Heimatland, statt der städtischen Berufe — Landwirtschaft, eigene Arbeit — statt der Sprache und Kultur der anderen Völker — die hebräische Renaissance. So war die Bilu-Bewegung das erste kraftvolle Lebenszeichen der neuen zionistischen Bewegung. Sie enthielt alle ihre Elemente schon vom ersten Tag an, auch das politische, denn es wurjde damals sofort versucht, Verhandlungen mit der Türkei anzuknüpfen. Aus jener romantischen Tat einiger jüdischer Studenten ist eine Bewegung entstanden, die das ganze Judentum erfaßte, ihr formales Ziel: „Die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina" ist völkerrechtlich fundiert worden, ihr Streben nach Renaissance von Sprache, Kultur, Bauerntum usw. ist zur Wirklichkeit geworden. Es ist hier nicht der Ort, die historische Bedeutung jener Pioniertat dari- Tsulegen. Wir wollen auch nicht Vergleiche zwischen einst und jetzt anstellen,

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