Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Bevölkerung Palästinas von 1922-1931
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 320 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Hebron 1× ep/1047559
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320 Vermehrung der jüdischen Bevölkerung (die absoluten jüdischen Bevölkerungszahlen sind aber verhältnismäßig gering). Die arabische landwirtschaftliche Bevölkerung hat sich hier um zirka 25 bis 30 Prozent vermehrt. Von den zehn Bezirken der dritten Gruppe enthalten zwei (Beer Sheva und Jericho) so gut wie keine seßhafte arabische landwirtschaftliche Bevölkerung. In weiteren fünf Bezirken (Hebron, Tul Kerem, Nablus, Jenin und Ramallah) betrug die Vermehrung der arabischen Bevölkerung zwischen 25 und 35 Prozent, wie in den Bezirken Beisan und Nazareth, und nur in drei Bezirken (Gaza, Bethlehem und Akko, in denen keine jüdische Bevölkerung vorhanden war), war die Vermehrung der arabischen Bevölkerung stärker (zwischen 48 bis 57 Prozent, von ihnen hat der mit der stärksten prozentualen Vermehrung 57 Prozent Bethlehem) nur eine schwache Bevölkerungszahl (16.781). Es ergibt sicji also als Resultat, daß diejenigen Bezirke, die die stärkste Vermehrung der jüdischen Bevölkerung und zugleich eine absolut beträchtliche Bewohnerzahl aufweisen, zugleich auch die bei weitem stärkste prozentuale Vermehrung der arabischen landwirtschaftlichen Bevölkerung aufzeigen (80 bis 98Prozent). Die Vermehrung ist bemerkenswert nur in den in der Nähe der jüdischen Kolonien gelegenen Teilen. (Es sind dies zugleich auch die wirtschaftlich entwickeltsten Bezirke des Landes.) In drei weiteren Bezirken mit jüdischen wichtigen Beyölkerungsteilen (Tiberias, Ramleh und Jerusalem) beträgt diese Vermehrung 33 bis 44 Prozent. Andererseits hat sich in zwei von den judenreinen Bezirken überhaupt keine landwirtschaftlich seßhafte nichtjüdische Bevölkerung gebildet. In fünf Bezirken blieb die Entwicklung verhältnismäßig unbedeutend (25 bis 32 Prozent) und nur in drei Bezirken (davon einer schwach bevölkert) vermehrte sich die arabische Bevölkerung beträchtlich (zwischen 48 bis 59 Prozent). Die Zahlen beweisen einwandfrei, daß dort, wo jüdische Städte und Kolonien sich entwickelten, nicht nur die arabische Stadt, dank den neu erschlossenen Erwerbsquellen, davon profitierten, sondern daß gerade dort auch das arabische Dorf an Bevölkerung zunahm. Die angeführten Zahlen lassen sich aber auch noch auf andere Weise, durch Untersuchung der Entwicklung der arabischen einzelnen Dörfer entsprechend ihrer Lage in der Nähe oder abseits jüdischer Kolonisationsgebiete, ergänzen. Wir können hier nicht die Gesamtliste der untersuchten Dörfer vorlegen, sondern müssen uns mit einer kurzen Zusammenfassung der Resultate der Untersuchung der Bevölkerungvermehrung in 135 arabischen