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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 318

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Bevölkerung Palästinas von 1922-1931
Date
1932-10-01
Page
Seite 318 (sequence 2)
Language
German
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3X8 ^n ^eser-Stelle interessiert uns, diese Entwicklung unter demselben Gesichtspunkt zu untersuchen, dem wir auch einen Abschnitt in unserem vorigen Aufsatz über die Entwicklung der städtischen Bevölkerung gewidmet hatten: Nämlich die Frage, ob und inwiefern die jüdische Einwanderung und Kolonisation des jüdischen Jischuvs in diesen neun Jahren zu einer Vermehrung oder Verminderung der landwirtschaftlichen nichtjüdischen Bevölkerung vor allem in den eigentlichen jüdischen Kolonisationsbezirken beigetragen hat. Es ist klar, daß diese Untersuchung einen der Kernpunkte der Diskussion mit den Gegnern der zionistischen Sache berührt. In bezug auf die Stadt kommen wir zu dem einwandfrei statistisch belegten Ergebnis, daß die arabische städtische Bevölkerung sich in Bezirken, die durch jüdisches Kapital und jüdische Arbeit erschlossen wurden, ebenfalls stark vermehrt hat, während sie in vom jüdischen Jischuv abgelegenen Bezirken stagnierte oder sich nur unbedeutend entwickelt hat (siehe den zitierten Aufsatz). Dieser Feststellung konnte mit dem Einwand begegnet werden, daß diese Entwicklung vielleicht durch die Abwanderung der arabischen Bevölkerung vom Lande in die Stadt gerade infolge der zionistischen Kolonisation zumindest mit verursacht sei. Die folgende Tabelle untersucht nun die Frage, wie sich die seßhafte landwirtschaftliche nichtjüdische Bevölkerung (ohne Nomadenstämme) selbst entwickelt hat. Zu diesem Zweck Jiaben wir die 18 Bezirke, in die die Zensusleitung das Land geteilt hat, wiederum in drei Gruppen zerlegt: Bezirke, in denen die jüdische Bevölkerung mehr als 25 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht (4 Bezirke: Jaffa, Jerusalem, Tiberias und Haifa), und sich auch absolut stark vermehrte; Bezirke mit 5 bis 15 Prozent jüdischer Bevölkerung (ebenfalls 4Bezirke: Ramleth, Nazareth, Beisan und Safed), sowie 10Bezirke, in denen gar keine oder eine nur minimale jüdische Bevölkerung vorhanden ist. (In der ersten Gruppe betrug die Gesamtbevölkerung im November 1931 ohne Nomaden 395.642, in der zweiten 150.221, in der dritten 415.275.) Siehe anschließend Tab. 1. Die Ergebnisse dieser Tabelle sind vollkommen einwandfrei. In der ersten Gruppe stieg die jüdische Bevölkerung in zwei Bezirken (Jaffa und Haifa) um 189 Prozent, bezw. 167 Prozent. In diesen beiden Bezirken stieg auch die nichtjüdische landwirtschaftliche Bevölkerung erheblich (98, bezw. 80 Prozent). In den anderen beiden Bezirken nahm die jüdische Bevölkerung weniger zu, entsprechend auch die arabische, immerhin ist aber auch hier eine Vermehrung von zirka 35 Prozent zu konstatieren.

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