Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Kreditkassa für den Verkehr mit Palästina [Nachricht]
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 310 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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austausch mit Palästina. Diese Gesellschaft bezweckt Besitzern von Palästina- Boden Kredite zu verschaffen, Export und Import mit Palästina zu fördern, Reisen zu veranstalten. Die Gesellschaft gibt auch Mitteilungen heraus. Adresse: Wien, III., Landstraßer-Gürtel 9/10. KULTUR. Universität. Inskriptionen. Im Schuljahr 1932/33 haben bisher inskribiert: 181 Studenten, davon entfallen auf die Geisteswissenschaftliche Fakultät 148, Mathematisches Institut 11, Biologie 22. Von den Studenten haben 91 ihre Schulbildung in Palästina und 90 in 16 verschiedenen Ländern der Diaspora erhalten. S. Thau, New York, stiftete einen Fonds, aus dem alljährlich zehn Studenten für je ein Jahr Stipendien erhalten sollen. Bibliothek. Die Bibliothek erhielt die Archive der Hilfskomitees für Kriegspogrom-Opfer in der Ukraine, den wissenschaftlichen Nachlaß von Dr. Poznansky, das Archiv des hebräischen Schriftstellers Dineson u. a. m. Verschiedene Nachrichten. Ab Oktober 1932 werden Aufnahmsprüiungen für Kandidaten abgehalten werden, die kein Zeugnis einer ausreichenden Vorbildung besitzen. Die geologische Abteilung erhielt von der Archäologin Miss Garrod eine wertvolle Sammlung prähistorischer Feuergeräte. Wissenschaftliches Leben. Hierüber gibt Dr. Hugo Bergmann einen Bericht in der „Minerva"-Zeitschrift, 1932, Heft 1—2. Wir entnehmen daraus folgenden Abschnitt, der nach Darstellung der archäolog^setilen Tätigkeit folgt: Wenn wir das Gebiet der Archäologie verlassend uns dem zweiten Kreis© wissenschaftlicher Betätigung in Palästina zuwenden, so ist vor allem zu erwähnen, daß die großen Anstrengungen, welche von Seiten der jüdischen Bevölkerung gemaqht werden, um dem wiederbelebten Hebräischen den Weg in alle Gebiete des täglichen Lebens zu bahnen*), auch wissenschaftlich beachtenswerte Folgen haben. Eine starke philologische Tätigkeit hat eingesetzt. Das „Sprachkomitee", in welchem diese Anstrengungen sich konzentrieren, hat sich reorganisiert, gibt jetzt eine Vierteljahrssöhrift „Leshonenu" („Unsere Sprache") für Angelegenheiten der hebräischen Sprache heraus (Jerusalem, P. O. B. 707) und edierte ein© Anjzahl von Wörterbüchern technischen Inhalts für Sondergebiete. Hand;in Hand mit den Bestrebungen auf Schaffung eines! nationalen Zentrums der Juden in Palästina gehen Bemühungen um das Studium der ethnologischen und folkloristischen Eigenheiten der verschiedenen] jüdischen Volkssplitter, die in Palästina, und besonders in Jerusalem zusammenströmen. Der „Historisch-ethnographische Verein" (Jerusalem-Bet Hakerem) hat sich diese Forschung zum besonderen Ziel gesetzt; die Resultate seiner *) Vgl. die vom Palästina-Gründungsfonds („Keren Hajessod") herausgegebene deutsche Broschüjre „Das Auferstehungswunder einer Sprache" (von A. Schwadron). Jerusalem 1930.