Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Das Gebiet von Hule [Nachricht]
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 307 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Bewohner von Hulda sind in der Mehrzahl Fellachen. Einige sind Nach- 307 kommen von Beduinenstämmen, welche aus dem Hauran kamen. Die Fellachen ahnein in ihren Gebräuchen völlig den Nomaden. Die Arbeit des KH. Aus den Tabellen, die im Messepavillon Tel-Aviv ausgestellt waren, ging hervor, daß durch die Zionistische Organisation bis zum Jalhre 1921 bloß 404 Menschen auf 153.000 Dunam atigesiedelt worden waren (und dies nicht definitiv); 1931 waren es 7.543 auf 139.400 Dunam. Verschiedene Nachrichten. Die neue Misrachi-Siedlung bei Tel-Mond erhielt zu Ehren von Dr. Chaim Tschernowitz, New-York, den Namen Giwat Chaim. Sie ist 200 Dunam groß. Die Schemen Oelfabrik hatte im vorigen Jahre Leinsamen verteilt und beim Ankauf der Ernte des Flachses die Preise sehr gedrückt. Sie berechnete nicht i,hre Kosten bei Einkauf von auswärts, sondern zieht davon die Fracht bis Haifa ab. Die Pflanzer verlangen von der Regierung Schutz durch Auferlegung eines Zolles auf Leinsamen. Die jüdischen Pflanzer sandten eine Abordnung nach Ottawa, um auf der britischen Reichskonferenz die Zollfreiheit für palästinensische Produkte durchzusetzen. Die arabischen Züchter habeh eine Teilnahme abgelehnt. Die Delegation besteht aus den Herren Rokaeh, Tolkowsky und Advokat Joseph. In Ostgaliläa fand im Juni eine Konferenz arabischer und jüdischer Landwirte statt, die beschlossen, eine gemeinsame Delegation an den Oberkommissär zu senden, ihm um Aufschiebung der Schuldentilgung, Reduzierung des Zehnten, Erlassung der Steuern für 19(32 und Bewilligung neuer Darlehen für die Landwirte zu ersuchen. Angesichts der sich häufenden Fälle von Baumfrevel — auch in den Orangenpflanzungen — haben viele jüdische Kolonien die arabischen Wächter und manqhe auch arabische Arbeiter entlassen. Wie „Orient-Rundschau" Nr. 6 mitteilt, haben die Mitglieder der deutschen Kolonie Haifa in der Nähe von Akko größere Ländereien erworben, um darauf Pflanzungen anzulegen. STAEDTE. Jerusalem. Wassernot. Wir haben bereits berichtet, daß infolge Regenmangels in Jerusalem wieder eine arge Knappheit der Wasserversorgung eintrat. Die Bevölkerung beklagt sicji, daß die Regierung nur für das Militär sorgt. Der Oberkommissär erklärte, daß die aus der Vorkriegszeit bestehende Konzession zur Wasserversorgung der Stadt vqn Mavromitis aufgehoben wird, so daß das bisherige Hindernis zur Aufnahme einer Anleihe zwecks Wasserversorgung der Stadt behoben ist. Dies wird sich aber erst im nächsten Jahre auswirken. (Nach Schluß der Redaktion wurde bekannt, daß die Regierung bereits einen Wasserlieferungsvertrag abgeschlossen hat.)