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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 306

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Die Grapefrucht [Nachricht]
Date
1932-08-01
Page
Seite 306 (sequence 2)
Language
German
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(ä 70 Pfund), doch ist andererseits zu erwarten, daß diese Obstsorte den europäischen Markt erobern! kaftn. Ferner liegt Palästina frachtlich sehr günstig und se,in Produkt ist ein besonders gutes. Allerdings wird in einigen Jähren die Weltproduktion auf 30 Millionen Kisten steigen und schwer unterzubringen se,in. Die Kosten bis zur Fruchttragung in Palästina sind un* gefähr so hoch wie bei Orangen, eher etwas höher, bis 100 Pfun/d per Dunam. Die Grapefrucht (Citrus decumana) ist vom Agromen Brill des Baron Rothschild 1913 .im Lande eingeführt worden. Wassersuche. In der „Jüdischen Rundschau" Nr. 20 tetilt Prof. Warburg mit, daß eine neue Metjiode gefunden wurde, nach der in einfacher und billiger Weise Wasservorkommen bis 90 Meter Tiefe nachgewiesen werden können. Dr. W. Stern, einer der Schöpfer dieser Methode ist bereit, ifn Palästina Forschungen vorzunehmen. Interessenten können sjch an Dr. L. Picard, Hebräische Universität, Jerusalem, wenden. Wie „Boustn'ai Nr. 5 mitteilt, haben Pica und Saving-Bank aus Kalifornien große Bohrmaschinen gebracht, die hundert Meter in die Tiefe bohren. In großen Tiefen ist im Larjde Ueberfluß an Wasser vorhanden. In Kürze werden Tiefbohrungen in verschiedenen Gegenden angestellt werden. In der Kolonie Kerkur gelanig es; in 160 Meter Tiefe eine Quelle zu erbohren, die 300 Kubikmeter Wasser in der Stunde liefert. Eine Feier aus diesem Anlaß vereinigte Juden und arabische Naqhbarn. Die Organisation der Verwertung der Haifa-Böden. In der „Jüdischen Rundschau" Nr. 52 schreibt Heinrich Margulies über dieses Thema. Er beklagt es, daß noch immer private- Gesellschaften: P. L. D. C., Amzic, Meschek und Haifa Bay Co. separat arbeiten. Es wäre nötig, diese Gesellschaften zu vereinigen und ein umfassendes Erschließungsprogramm aufzustellen. (Siehe den Artikel von Ing. Loewy in dieser Nummer. — Die Red.) Hiebei ist zu beachten, daß mit rund 8000 Einzelkäufern von Parzellen Arrangements abzuschließen wären. Der Hauptplan der Gesellschaft müßte sein, ein zweites Tel- Aviv in oder bei Haifa zu schaffen. Dabei wäre au,f die Basis der Klein- und Mittelindustrie das größte Gewicht zu, legen, um gegenüber der heutigen Hauptgrundlage der jüdischen Wirtschaft, dem Orangenbau, eine Verteilung des Risikos herbeizuführen. Das Gebiet von Hule. In „Boustn'ai" Nr;. 5 seinreibt T. B. Aschkenasi über das Sumpfgebiet von Hule (Meromsee), dessen Fläche westlich des Tales nördlich vom See 52.000 Dunam groß ist. Es ist bedeickt mit Wasserpflanzen, das Schilfrohr wächst dort dichter als sonst irgendwo. Die Zone von Hulda ist eine Brutstätte der Anophelesmücke und daher die am meisten durch Malaria verseuchte Geigend des Landes. Von allen Böden des Jordantales ist der Hulehsumpf für Bewässerung am geeignetsten. Seine Fruchtbarkeit ist besonders groß. Er kann bewässert wejrdeh durch die Quellen, die von den umgebenden Beirgen herabfließen. Jedoch gibt es dabei zwei Schwierigkeiten: Die großen Ausgaben, im Südejn von Hulda die Schleuße durchzubrechen, um die Sümpfe genügend zu entwässern, und der Bodenkauf. Die Kosten werden auf 6.2 Millionen Dollar geschätzt. Die Schlammsümpfej, die es an einigen Stellen gibt, sind bis drei Mejter tief, infolge des sie bedeckenden Dickichts kann man nicht ins Innere dringen. Dielse Gegenden sind daher noch nicht genügend erforscht.

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