Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Der Export von Zitrusfrüchten 1931/32 [Nachricht]
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 304 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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. Der Export von Zitrusfrüchten 1931/32. Wir haben in Nr. 5/7, S. 214, bereits die hauptsächlichsten Ziffern gegeben. „Hadar" Nir. 6 bringt eine Reihe von weiteren Daten, von denen wir einige hier mitteilen. Die Preise, anfängt lieh niedrig, stiegen infolge der Frostschäden in Spanien auf befriedigende Höhe. Man berechnet, daß der Durchschnittspreis der Saison 5 Shilling per Kiste am Baum war. Von Grapefrucht wurden 150.000 Kisten gegen 57.000 im Vorjahr exportiert. Die Preise waren noch besser als erwartet, da infolge der Valutaverhältriisse die Floridafrucht auf dem englischen Markt zu teuer war. Zitronen zeigten eine gute Nachfrage. Die Zahl der Kisten, die über Haifa transportiert wurden, war 800.000 gegenüber 2.7 Millionen, die über Jaffa gingen. Dies bedeutet eine relative Zunajhme gegen das Vorjajir. Man erwartet eine weitere. Ueber die Hauptabsatzmärkte Shaben wir schon berichtet. Hinzuzufügen ist, daß Kanada außer den direkt verschifften 6.000 Kisten noch weitere 25.000 über Liverpool bezog. Der Fruchtinspektionsdienst funktionierte gut, müßte aber noch sehr verbessert werden. Zu bemerken ist, daß ein solcher in Spanien nicht existiert, weshalb von dort oft erfrorene Früchte exportiert werdein. Die Technik der Orangenanpflanzung. Einem Artikel von Frau Gustl Katzenseein, Kassel, „Selbstwehr" Nr. 13, entnehmen wir darüber folgende Ausführungen: In den letzten Jahrzehnten hat sich in Palästina die amerikanische Anzuchtsmethode von Zitrusbäumen durchgesetzt. Öiese besteht darin, daß einjährige Sämlinge von wilden Orangen oder Zitroauen in Reihen und kleinen Abständen auf geschult, anstatt wie es früher hier üblich war, auf ihren endgültigen Platz in der Plantage gepflanzt werden. Am Ende der ersten Wachstumsperiode werden diese Pflänzlinge veredelt. Die Mutterbäume, von denen die Veredlungsreise genommen werden, müssen gesunjd sein und regelmäßig große Ernten vollkommener Früchte tragen. Im darauffolgenden Frühjahr Werden die Wildlinge einige Zentimeter über der Veredlungsstelle abgeschnitten und das Edelauge dadurch zum Austrieb gebracht. Gleichzeitig bekommt jedes Bäumchen eine Stütze, an der dann der Edel trieb während des ganzen Sommers über angeheftet wird, um einen geraden Stamm zu erzielen. Sobald dieser, Trieb die Hö}he von einem Meter über dem Boden erreicht hat, wird er bei ungefähr 70 Zentimeter Höhe abgeschnitten. Dies hat zur Folge, daß seine oberen Augen austreiben und die daraus entstehenden Triebe sich zu den Hauptästen des späteren Baumes ausbilden. Die Bäume sind so eineinhalb und zwei Jahre nach dem Auf schulen in der Baumschule oder zweieinhalb bis drei Jahre nach der Aussaat des Wildlings zum Auspflanzen in die Plantage ^der zum Verkauf bereit. Während dieser ganzen Anzuchtsperiode müssen die Bäumchen für eine gute Entwicklung gepflegt, d. h. künstlich bewässert, gedüngt und das Unkraut, Krankheiten und Schädlinge bekämpft werden. In den letzten Jahren sind eine große Anzahl Baumschulen, die auf diesem System basieren, entstanden, zum Teil, um den eigenen Bedarf an Bäumen für Pflanzungen zu decken, aber anderseits auejh als Handelsbaumschulen. Die Letzteren sind für die Entwicklung der Kultur deswegen von großer Bedeutung, da sie in dejr Lage .sind, schnell entstehende Nachfrage an Bäumen für neue Pflanzungen zu befriedigen. Jetzt kommen wir zur Beschreibung der Anlage und Entwicklung einer