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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 303

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Eine neue Pflanzungsgesellschaft von Dr. Brünn [Nachricht]
Date
1932-08-01
Page
Seite 303 (sequence 2)
Language
German
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schrift berichtete, und die sehr gut prosperierte, schritt eben an die Gründung einer neuen Gesellschaft. Die „Jaffa Plantatfion Ltd.", Kapital 50.000 Pfund, besitzt nördlich der Station Ghedera 1.000 Dunam Boden, wovon 550 Dunam mit Orangen bepflanzt sind. Außerdem legt s'ie für fremde > Rechnung 250 Dunam an. Sie arbeitet ohne jede Kredite. Zur Erweiterunfg ihrer Tätigkeit hat Dr. Brünn eine neue Gesellschaft in Gründung, die „Pardeß Hedera Ltd." Diese soll bestimmte bebaute und unbebaute Terrains in Ghedera (Chefziba und Atta) erwerben, die heute in Verwaltung der APB stehen. Es sind: zirka 370 Dunam Orangengalrten (Pardeß), 22 Jahre alt; „ 150 „ junger Pardeß; „ 510 „ Mandel- und Olivenpflanzungen; „ 770 „ Acker, Orangen- und Pflanzungsboden; „ 370 j, Eukalyptuspflanzungen; „ 2.300 „ Böden in der Nähe des Meeres, zum größten Teil Dünen, davon 500 Dunam Orangenboden. Zur Ueber nähme sind zirka 75.000 Pfund nötig. Das Aktienkapital soll 65.000 Pfund (Aktien zu 10 Pfund) betragen, restliche 10.000 Pfund sind durch sofortige Abverkäufe zu erhalten. Da die Böden schon Erträge liefern, so ist mit einer Anfan'gsdividende von 8.5 Prozent zu rechnen, die später wahrscjheinlich sehr stark steigen wird. Aktienzeiichner können Beschäftigung in den Plantagen finden. Bei Zeichnung von 1.500 Pfund gewährt die Gesellschaft einen Kredit von 800 Pfund zum Bau von Haus und Stall. Die Gesellschaft gibt auch unter gewissen Bedingungen Boden gegen Aktien oder angesammelte Dividende. Nähere Auskunft erteilt Dr. Wilhelm Brünn, Berlin W 15, Meineckestr. 10. Die Organisierung des Orangenabsatzes. Wir haben in Nr. 3/4 S. 130 einige Ziffern aus dem 9. Geschäftsbericht der Zentralbank für Kooperativen gebracht. Dieser enthält auch eine Reihe von sachkundigen Darlegungen über die Lage der einzelnen Landwirtschaftszweige, die aus der Feder des Direktors H. Viteies stammen dürften. In bezug auf den Orangenbau äußert er Bedenken, daß dieser so stark ausgedehnt werde, bevor noch die Verkaufs Organisationen genügend ausgebaut sind. Im Berichts jähr ist keine einzige neue jüdische Verkaufskooperative geschaffen worden und die Regierung tut nichts, um eine solche bei den Arabern zu organisieren. Die Organisation der Zitrus- Börse (The Palestine Fruit Growers Association) ist der Zitrussektion der Jüdischen Farmervereinigung überlassen worden. Wenn die bestehenden Kooperativen, welche 900.000 Kisten kontrollieren, an der Börse nicht teilnehmen, wird es dieser unmöglich sein, für sie Fachleute mit Erfahrung im Orangenhandel zu finden. Wenn sich die Börse nur auf den Verkauf der langsam ansteigenden Produktion der neuen Gärten beschränjkem würde, so wären ihre Kosten zu hoch. Daher müßten zuerst lokale Kooperationen geschaffen werden, die sich dann zentral zusammenschließen würden. Der Krystallisationspunkt für die lokalen Kooperativen ist das Packhaus. Die Bildung von Kooperativen wird auch erschwert, durch die Konkurrenz von Schiffahrts- und Handelsfirmen, die den Pflanzern günstige Anbote für Kauf vom Baum, Verschiffen und Verpacken, Erteilen von Vorschüssen, machen. Die Bank rät den Farmern, Kontrakte für nicht länger als ein Jahr abzuschließen. Mit dem Packhaus von Rechowoth sind sehr gute Erfahrungen gemacht worden. Auch der Inspektionsdienst der Regierung verbessert sich ständig.

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