Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Fremdenverkehr [Nachricht]
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 296 (sequence 3)
- Language
- German
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Wir berichteten bereits, daß sich in Jerusalem eine Gesellschaft fzur Förde-? rung des Fremdenverkehrs gebildet hat, der die verschiedene». Reisebüros; und -Organisationen angehören. Touristen. April: 9.425 und 2.325 Rückkehrer. Straßenbau. Nach offizieller Mitteilung wareu Ende 1931 von der "neuen*. Straße Jaffa—Haifa bereite 21 Kilometer. fertiggestellt Auch der « Wegebau Haifa^Akko schreitet fort, und für die Verbindungen in der Nachbarschaft des: Haifa-Hafens wurdei* .13.000 Pfund bewilligt. . Die Eisenbahn Haifa—Bagdad. Die „Railway Gazette" vom 8. Jänner d. J, teilt mit, daß die erste> Aufnahme der Tuasse. beendet sei. .540 Ingenieure und Beamte waren dabei tätig. Der Bau. der 685 Meilen langen Liniewürde fünf. Monate erfordern und diese dann eine bequeme Verbindung vom ostlichen Mittel* meer Jabach Nordwes^indien datsteilen. Die Aufnehmenden litten sehr -unter den, klimatischen Verhältnissen. Technisch liegt die Schwierigkeit yqr, daß 150 Meilen der Trasse durch Gelände führen, das pur, aus Lavamasse besteht. Es sind. 7 Tunnels vorgesehen, 10 Viadukte, um vom Jordantal in die Berge von Moab aufzusteigen und eine Brücke von 1658 Fuß übet den Euphrat bei Hit. Es sei zu hoffen, daß mit dem Bau bald begonnen werde, (Wir haben m Nr. 10/11> 1931, einen Artikel von Ing. M. Hecke»* gebracht, in dem -der Autor es als fraglieh. erklärte, ob die Bahn^ die sich nie rentieren, könne,, gebaut werden wird, iind der Meinung Ausdruck gab, daß .eher eine A<utostgraße Haifa-^Bagdad. angelegt.,werden, wird. — Die Red.)_ LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Fischerei. In einem Artikel in „Mischar we Taassiah" Nr. 3 spricht Dr. E. Libman über deren Möglichkeiten. Wir haben, bereits^ im Jahrgang 1928 einen sehr ausführlichen Artikel i ül^er diese ,-Frage yerqffentücht und bringen nacht stehend nur einige wesentliche Punkte aus obetrwähntem Artikel. — Die Ein-, nähme an Fischerei ist schon derzeit, wo die Möglichkeiten nicht ausgenützt werden, nicht klein: 90.000 Pfund pro Jahr, während um 70.000 Pfund Fische importiert werden, die durch heimischen Faflg ersetzt werden könnten. Der Fang an der Küste besitzt schon eine gewisse Tradition, doch würde «eine Verbesserung der Netze und der primitiven Arbeitsmethoden die Ausbeute erhöhen und auch das Tätigkeitsgebiet, das sich heute bloß lauf 200. Meter, von der Küste erstreckt, erweitejrn. Es fehlt an gedeckten Landungsplätzen entlang der Küste, an Kühlanlagen usw. Die Mechanisierung, hauptsächlich beim Herausziehen der Netze, würde die Produktion verbilligen. .Die Fischerei fem von der Küste im Mittelmeer liegt in den Händen von Italienern und Griechen., Die Juden haben mangels geeigneter Methoden damit nicht konkurrieren können. Bis vor einem Jahr benützten die Italiener kleine starke, gedeckte Boote von 15 bis 20 Tonnten. Sie kamen je'des Frühjahr von Aejgypten und blieben bis zum Herbst. Ihre Netze waren am Grund das Meeres ausgebreitet, sie hatten. teotzr ijireij. primitiven Methoden ,gut§. Erfolge und, kamen, jedes Jahr. Die , billig arbeitenden DieselmotWbopte ^brachten eine Aenderung.; i Die Fahrtkosten, sanken sum bis 80; Prozent, und der Pischz.ug bewegte ^iehi ins Mittelmeer hinaus. Die Schiffe sind großi: bis 8j) Tonnen. Sie fc^festigen . die Netze zwischen zwei Booten. Die Fischerei im seichteren Wasser^ selbst j