Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Aufstand im Nedschd [Nachricht]
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 289 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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- Haifa 1× ep/1047930
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Derselbe Berichterstatter teilt mit, daß Persien verweigert habe, daß die 289 Fluglinie Indien—Bagdad über persisches Gebiet ziehe. Diese gehe daher über die Bahreininseln, also nahe an Ibn Sauds Reich vorbei1. (Die Bahreininselö liegen knapp an der Ostküste Arabiens, ungefähr in ihrer Mitte.) OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Der Frenchbericht übergeben. Am 13. Juni übergab der Oberkommissär den Bericht des Landentwicklungsdirektors French sowohl der Jewish Agency als der Arabischen Exekutive zur Aeußerung. Die JA setzte ein SachverständigenkomiteSe zur Prüfung des Berichtes ein, daß in der Sitzung des Co>un;ctils in London Anfang August berichtet wird. Eine endgültige Stellungnahme der Regierung wird erst nach Abgabe der Aeußerung l>eider Teile und mit ihnen geführten Verhandlungen erfolgen. Der Inhalt des Berichtes soll von allein Te,ilön bis dahin geheim gehalten werden. Was bischer inoffiziell über ihn verlautete, war für das Interesse jüdischer Kolonisation fast durchwegs ungünstig. Der Boden für die Pipeline. Die Palästina-Regierung hat auf Grund des Boden-Expropriationsgesetzes die Enteignung eines gewissen Teils des Bodens von zetin jüdischen Siedlungejn im Osten und im Zentrum des Emek Jesreel zugunsten der Iraq-Petroleum-Company ausgesprochen. Der Boden wird zur Führung der Pipeline aus dem Irak nach Haifa benötigt. Für den enteigneten Boden wird volle Entschädigung sowohl an die Kolonisten, als auch an den Keren Kajemeth gezahlt. Unter den von der Enteignung betroffenen Kolonien befinden sich die Siedlungen Kfar-Chassidim, Mizrah, Jedda und Sheik Abrek. Es handelt sich keineswegs um die Wegnahme irgendwelcher beträchtlicher Bodengebiete. Zur Ermöglichung der Transaktion mußte aber dennoch das Enteignungsgesetz angewartdt werden, da der Kelren Kajemeth, der ja den \on ihm verwalteten Boden als Eigentum des jüdischen Volkes erworben hat, nicht das Recht ha'b, Boden im Wege einer normalen Transaktion zu, verkaufen. DJe Regierujng und die Beschäftigung jüdischer Arbeiter. Wie bekannt, haben die Mitglieder der Exekutive der JA, insbesondere der Leiter des politischen Departments, Prof. Brodetzky, in London und Jerusalem, ebenso wie Dr. Arlosoroff, darauf gedrungen, daß die Zusagen des Macdonald-Brief es wegen Beschäftigung jüdischer Arbeiter eingehalten werden. Der neue Oberkommissär hat eine entgegenkommende Haltung eingenommen. In einer der letzten Sitzungen des Stadtrates von Haifa hat der stellvertretende Distriktskommissär H. M. Foot namens der Regierung gefordert, daß die Stadt Haifa bei Durchführung öffentlicher Arbeiten zu einem dritten Teil Juden beschäftigt, bezw. daß ein dritter Teil der Arbeiten an Juden vergeben werde. Auf eine Frage des Vizebürgermeisters von Haifa Ibrahim Effendi Sahyoun, warum die Regierung nicht das gleiche Verfahren bei Vergebung der staatlichen Arbeiten befolge, erwiderte H. M. Foot, die Instruktionen, die die Regierung der Stadtverwaltung von Haifa durch ihn gibt], bringen die Politik der Regierung zum Ausdruck, die sie in ganz Palästina zur Geltung zu bringen wünscht.