Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Die Marktlage nach dem Berichte der "Tenuvah", Kooperative für Absatz landwirtschaftlicher Produkte
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 283 (sequence 2)
- Language
- German
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geforderten Preise fielen von 22.6 mil pro Liter auf 21.04, so daß unsere 283 Siedler nach Abzug der Transport- und Verkaufsspesen etwa 10,5 mil pro Liter erhielten. Sie hoffen nunmehr auf 11 mil. Entgegen allen Erwartungen und trotz der erhöhten Quantität der auf den Markt gebrachten Milch gingen die Preise während der letzten sechs Monate nicht weiter herunter. Dies ist teilweise eine Folge der Dürre und des Mangels an Weiden, durdh den die Araber einen Teil ijirer Herden verloren. Die arabischen Kaufleute kommen daher sogar zu ui^aieren Siedlungen und kaufen die abgerahmte Milch zu guten Preisen. Daneben aber ermöglicht der höhere Umsatz bei demselben Staride der Spesen e^nen größeren Gewinn. Umsatz. Der Berieht der Tenuvah enthält folgende vergleichenden Ziffern über den Verkauf während der letzten zwei Jahre (umstehende Tabelle). Die Hauptlieferanten waren: Kfar Jeeheskiel (3.114 pal. Pfund), Dagania B. (3.014 pal. Pfund), Nahalal, ohne landwirtschaftliche Mädchenschule (2.974 pal. Pfund), Dagania A. (2.580 pal. Pfund), Ramath Gan (2.342 pal. Pfund), Migdal, ohne die Pflanzungen von Melchett und Neiditsch (2.243 pal. Pfund), Kwuza Kinereth (2.273 pal. Pfund). Eier. Die Preise für Eier sind während der letzten paar Jahre ziemlich rapide gefallen und wahrscheinlich werden nur die Siedler, die selbst das Futter produzieren, mit einem Profit abschließen. Die übrigen, die Mais und Weizen zu den augenblicklich, enorm hohen Preisen kaufen müssen, haben mit Verlust zu rechnen und werden wahrscheinlich diesen Wirtschaftszweig einschränken müssen. Nach der Berechnung des Experten des KH rentiert sich ein Huhn, das 130 Eier legt, bei den augenblicklich erzielten Preisen nach Abzug der gesamten Unterhaltskosten nur dann, wenn die Tonne Futter nicht mehr als 5 Pfund kostet; der augenblickliche Preis ist jedoch 7 bis 8 Pfund per Tonne. Allerdings ist in vielen unserer Siedlungen der durchschnittliche Ertrag von Eiern mehr als 130 pro Huhn. Die folgende Tabelle zeigt das ständige Sinken der für Eier erzielten Preise: Verkauf durch Tenuvah Durchschnittspreis 1926/1927 518 mil pro 100 (100 o/0) 1927/1928 356.206 Eier 488 „ „ 100 ( 94o/0) 1928/1929 886.788 „ 592 „ „ 100 (114o/0) 1929/1930 1,650.963 „ 448 „ „ 100 ( 36o/0) 1930/1931 3,313.607 „ 370 „ „ 100 ( 7lo/0) Während der letzten sechs Monate des laufenden Jahres sind die Preise ein wenig in die Höhe gegangen. Für importierte Eier (geringere Qualität) wurden im vergangenen Jahre 254 mil pro 100 erzielt. Die Preise für Geflügel waren folgenden Schwankungen unterworfen: 1927/1928 27.422 kg durchschn. 100 mil pro kg (100 o/0) 1928/1929 48.210 „ „ 130 „ „ „ (118 o/0) 1929/1930 75.132 „ „ 120 „ „ „ (109 o/0) 1930/1931 97.037 „ „ 86 „ „ „ ( 78o/0) Um uns die Möglichkeit zu geben, zum erstenmal in Konkurrenz mit dem europäischen Markt zu treten, finanzierte die Regierung zwei Versuchsladungeni